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Klein Quassow
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Ortsinformationen und Historie
Wie Zirtow, Ahrensberg und Below wird auch dieser kleine Ort am Südostufer des Großen Labus-Sees und an der Havel, die diesen See mit der Woblitz verbindet, von Wesenberg aus verwaltet. Klein Quassow ist von Wesenberg über eine Chaussee von 2,5 km Länge zu er reichen. Über den Hoben, einer Erhebung nördlich der Stadt, führt die Strecke zuerst an vielen neuen Häusern vorbei, um dann durch ein kurzes Waldstück die Ansiedlung zu erreichen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, über den am nördlichen Ortsausgang beim ZühIensee beginnenden Radwanderweg um die Woblitz, nach Klein Quassow zu gelangen, wenn man später den Bahnübergang bei der Feldscheune überquert.
Auf der Feldmark dieser Ortschaft wurde im Jahre 1889 während des Baus der Bahnstrecke in der Nähe der Bucht zum Zühlen-See ein urgeschichtlicher Fund gemacht, der damals einiges Aufsehen erregte. Aus einer frühen Form der Jungsteinzeit (etwa 3000 v.u.Z.) kamen vier Skelette mit Beigaben, dabei eine Kette aus Wolfszähnen, zum Vorschein, die aber, wie fast alle Funde aus den Jahren bis 1945, beim Brand des Neustrelitzer Schlosses verlorengingen (siehe dazu Priepert).
Im Jahre 1583 gab es in Klein Quassow acht Bauernhöfe. Es muß folglich ein recht ansehnliches Dorf im damaligen Amt Wesenberg gewesen sein. Nicht einmal 100 Jahre später, der große Krieg war inzwischen über das Land gezogen, waren es nur noch zwei, auf denen kein einziges Pferd mehr zu finden war. Im Jahre 1702 waren im Ort eine fürstliche Meierei, eine Schäferei und zwei Teerschweler. Die Lage ihrer Öfen ist heute nicht mehr bekannt.
Das umgebaute Gutshaus aus der Zeit, wo Klein Quassow eine Domäne des Amtes Mirow war, ist heute eine Gaststätte mit Ferienwohnungen. Nach 1945 entstanden im Zuge der Bodenreform einige Neubauernhäuser, bei denen Wohnung, Stall und Scheune in einem Gebäude waren. Der Friedhof des Dorfes ist eingeebnet, seine Lage aber noch bekannt. Nur etwa 3 km von Klein Quassow entfernt befindet sich an den sogenannten Havelbergen ein großer Campingplatz mit Ferienhäusern. Von hier bietet sich dem Betrachter ein Blick über den nördlichen Teil des Woblitzsees mit den Dörfern, Voßwinkel und Below.




