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Schlösser

Schloss von Neustrelitz
Zwischen 1726 und 1731 wurde das Jagdschloss Glienecke zu einer schlichten dreigeschossigen Dreiflügelanlage nach Plänen von Julius Löwe ausgebaut. Später fanden Veränderungen durch Christian Phillip Wolff, Friedrich Wilhelm Buttel und Friedrich August Stüler statt. 1732 wurde die barocke Gartenanlage durch Christoph Julius Löwe entworfen. 1733 wurde Neustrelitz zur Residenzstadt des Herzogs von Mecklenburg-Strelitz. 1755 errichtete man die Orangerie, die zwischen 1840 und 1842 zu einem klassizistischen Gartensalon umgestaltet wurde; im Inneren sind die Deckengemälde im pompejanischen Stil erhalten. Im Park sieht man verschiedene Plastiken, den Luisentempel - die preußische Königin Luise stammte aus dem Haus Strelitz - und den Hebetempel. Neben dem ehemaligen, 1945 abgebranntem Schloss steht die neogotische Schlosskirche, das Marienpalais, das Carolinenpalais und das Bassewitzsche Palais. Südlich des ehemaligen Schlosses liegt der 1721 angelegte Tiergarten mit seinem interessanten Hauptportal, vor allem den Hirschplastiken von Christian Daniel Rauch.

Schlossgarten von Neustrelitz
Begonnen mit der Anlage des Schlossparks wurde 1731/32. Beauftragt damit war der Kunstgärtner Julius Löwe, der neben dieser Tätigkeit auch die Planung und Bauaufsicht der Residenzstadt im Auftrag des Herzogs Adolf Friedrich lll. zu bewerkstelligen hatte. Die Gestaltung des Parks im Stil des Barock wurde auf das Schloss ausgerichtet. Einige Vorarbeiten wie Planierung des vom Schloss zum Zierker See abschüssigen Geländes machten sich notwendig. Dem Schloss vorgelagerte den Geländeabfall unterstreichende 3 Terrassen wurden 1802/03 abgetragen. Um die geringe Größe der Anlage auszugleichen griff Löwe zu einem optischen Trick. Er ließ beidseitig der in der Mittelachse gelegenen Rasenflächen eine sich zum Zierker See verjüngende Lindenallee pflanzen. Die Mittelachse erfuhr auf der anderen Seite des Schlosses seine Fortsetzung zum den schon seit 1721 vorhandenen Tiergarten. Der Tiergarten zunächst als Jagdrevier des Herzogs genutzt entwickelte sich zum Wildgehege. Im Jahre 1808 vom Hofmarschall Hobe um einen nicht mehr vorhandenen Teil erweitert. 1819 folgte die Erweiterung um einen weiteren vom Hofgärtner Nehrentz angelegten und nach Rat Peter Joseph Lenné vom Hofgärtner Hugo Stark veränderten Parkteil. Im Laufe der Zeit kamen neben dem Schloss den Park prägende Gebäude hinzu wie z.B. die als Winterquartier für Orangenbäume, Lorbeer und andere Pflanzen dienende Orangerie. Verschiedene Plastiken runden den wunderschönen Gesamteindruck des Parks ab.

Rheinsberger Schloss mit Schlossgarten

Wie kein anderes Schloss besticht Rheinsberg durch seine malerische Lage am Grienericksee. Hier verbinden sich Natur, Architektur und Kunst zu einem harmonischen Ensemble. Zahlreiche Kunstwerke schmücken die Räumlichkeiten des Schlosses und laden zu einer Reise in die Zeit des 18. Jahrhunderts ein. Durch umfangreiche Restaurierungsleistungen gelang es in den letzten Jahren, die originalen Raumdekorationen aus der friderizianischen Zeit (um 1740/1760) sowie die unter Prinz Heinrich geschaffenen frühklassizistischen Raumfassungen (um 1786) zurückzugewinnen. Sie vermitteln gemeinsam mit den hier ausgestellten Gemälden und kunsthandwerklichen Objekten einen Eindruck von der Wohnkultur, dem Lebensgefühl und der Sammeltätigkeit der einstigen Besitzer.

Schloss in Hohenzieritz
Schloss Hohenzieritz wurde für Hans Christian von Fabian unter Einbeziehung älterer Gebäudereste des Vorgängerbaus zwischen 1746 und 1751 errichtet. Durch ungeklärte Erbschaftsverhältnisse gelangte das Schloss in den Besitz des Herzogs Adolf Friedrich IV. von Mecklenburg-Strelitz, der es 1770 seinem Bruder Carl Ludwig Friedrich schenkte. Vor dem Schloss entstanden 1776 zwei Kavaliershäuser. Ab 1790 begann ein Umbau des Gebäudes nach Plänen von Johann Christoph Dräsecke, unter anderem wurde ein verputztes Fachwerkgeschoss aufgestockt. 1802 entstanden die Freitreppen. 1806 ließ man die Schlosskirche als klassizistischen Rundbau errichten, 1815 folgte der Luisentempel. Luise, Königin von Preußen, starb 1810 auf Hohenzieritz. Seit 1919 befand sich das Schloss in Landeseigentum, es wurde zu Wohnzwecken genutzt, kommunale Einrichtungen sowie eine landwirtschaftliche Forschungsstelle hatten hier ihren Sitz. 1771 erfolgte unter Einbeziehung des vorhandenen Barockparks die Anlage eines Landschaftsparks im englischen Stil. Im Park steht ein Denkmal für die beiden Gemahlinnen des Großherzogs Carl von 1789. In dem sanierten Schloss hat das Nationalparkamt Müritz seinen Sitz.

Schlosspark von Hohenzieritz
Unter der Leitung von Johann Christian von Fabian wurden in den Jahren 1746-1751 auf dem abschüssigen Gelände ein Barock- und ein Nutzgarten angelegt. Es folgte ab 1771 die schrittweise Umgestaltung in einen englischen Landschaftspark durch den Gartenarchitekten Thomsen. Eine weitere Umgestaltung unter Beseitigung vieler kleinerer Gebäude begann um 1815 unter dem bis 1856 hier tätigen Hofgärtner Carl Theodor Siemers.

Schloss in Fürstenberg
Die ehemalige Burg befand sich im Besitz der brandenburgischen Markgrafen. Von 1292 bis 1952 gehörte Fürstenberg zu Mecklenburg. Zwischen 1741 und 1752 wurde die zweigeschossige Dreiflügelanlage nach Plänen von Christian Julius Löwe als Witwensitz mecklenburgischer Herzöge erbaut. Nachdem es 1913 im Schloss brannte, wurde es zu einem Sanatorium umgebaut. Nach 1945 wurde es als Krankenhaus genutzt.




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