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Seenutzer begehren auf


Userin. Über 800 Widersprüche gegen die Nutzungseinschränkungen des Useriner Sees sind in den vergangenen Wochen bei der Müritz-Nationalparkverwaltung eingegangen.

 

Das teilte Ulrich Meßner, Leiter der Behörde, gestern mit. Ende Januar hatte das Nationalparkamt eine Allgemeinverfügung erlassen, mit der touristische Aktivitäten auf dem geschützten Gewässer geregelt werden sollten (der Nordkurier berichtete). Anwohner, Angler, Mitglieder der Gemeindevertretung und Urlauber wollen die neuen Regeln jedoch nicht akzeptieren. Jetzt ist die Verfügung vorerst außer Kraft gesetzt.Wie Ulrich Meßner erklärte, werden die Widersprüche nun von der Rechtsabteilung der Parkverwaltung geprüft und gegebenenfalls beantwortet. Danach werde entschieden, ob die Verfügung geändert wird. Fällt die wiederholte Prüfung nicht zur Zufriedenheit der Seenutzer aus, bleibt ihnen die Möglichkeit einer Klage.Laut Ulrich Meßner ist der Nationalpark den Interessen der Bürger bereits so weit wie möglich entgegengekommen. Es habe in den zurückliegenden zwei Jahren zwei Bürgerversammlungen und sieben Beratungen einer eigens gegründeten Arbeitsgruppe gegeben. Parallel dazu sei der See von einem Gutachter untersucht worden. Darüber hinaus habe eine Befragung Erkenntnisse über die Entwicklungen am See geliefert. Das Nutzungsmuster des Bootsverkehrs wurde auch ermittelt. "Im Verlauf dieser Diskussion und Abstimmung wurde die Allgemeinverfügung mehrfach überarbeitet und geändert", so Meßner. Der Nationalpark will etwa15 Prozent des Sees für den Bootsverkehr sperren. Motorboote, auch solche mit Elektromotoren, sollen das etwa vier Kilometer lange Gewässer nicht befahren dürfen. Zugelassen sind 25 Segelboote mit einer Segelfläche von bis zu 15 Quadratmetern. Boote mit einer Segelfläche unter vier Quadratmetern sind unbegrenzt erlaubt. Wie Guido Albrecht, Sprecher der Bürgerinitiative USI, gestern betonte, will die Interessengemeinschaft keine der Regeln hinnehmen. 
 

 

Quelle: Nordkurier vom 09.03.2010




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