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Ortsumgehung Mirow - Bund segnet Linie ab
Mirow. Mit einer doch recht erfreulichen Nachricht, wie er meinte, konnte der amtierende Leiter des Straßenbauamtes Neustrelitz, Jens Krage, gestern auf den Protest der Mirower Bürger, die ihre Ortsumgehung fordern, reagieren.
Zwar ändert sich nichts an der zuletzt genannten Zeitschiene. Aber zumindest habe es in der Bearbeitung insofern Fortschritte gegeben, als dass der Bund der Linienbestimmung, die dort zur Abnahme eingereicht werden musste, zugestimmt hat. "Das ist für uns immer ein wichtiger Eckpfeiler", erklärte Krage. Somit gibt es eine raumordnerisch abgestimmte Vorzugsvariante zur Linienführung, die nun im Detail beplant werden kann. Derzeit erfolgen die europaweiten Ausschreibungen für die Planungsleistungen, an denen sich Ingenieurbüros im In- und Ausland beteiligen können. Die Ausschreibungen sind für beide Bauabschnitte gedacht, beginnend mit dem Südabschnitt und dann für die Westumfahrung. Nach vier bis sechs Monaten soll der Zuschlag erteilt werden. Dem schließt sich die Planungsphase 3 an, in der die Entwurfsplanung erarbeitet wird. In dieser Zeit werden auch alle Träger öffentlicher Belange beteiligt. Etwa zwei Jahre müssten für die Erstellung der Entwurfsunterlagen eingeplant werden. "Dann sind wir so bei 2012/13", erklärte Krage. Schließlich müssten auch diese Unterlagen wieder dem Bund vorgelegt werden, was bis zur Zustimmung in der Regel nochmal ein halbes Jahr an Zeit in Anspruch nimmt. Der Südabschnitt der Ortsumgehung umfasst 4,6 Kilometer und reicht von der Bundesstraße 198 bis zur L 25. Die Westumfahrung erstreckt sich über 3,9 Kilometer von der L 25 bis zur B 198 " in gewissem Abstand zum Ort", wie es hieß. Indes hofft Krage, dass die Brandenburgische Seite bei der Straßenanbindung Mirow-Wittstock, die in weiten Teilen bahnparallel erfolgen soll, weiter mitzieht. "Über die Linienbestimmung herrscht Einvernehmen, weitere Verfahren müssen besprochen werden", nennt Krage den Sachstand. Die Umgehungsstraße in Mirow hänge nicht vom Bau der Trasse nach Wittstock ab, "aber es wäre schön, wenn die Anbindung wie vorgesehen erfolgen könnte", sagte Krage - für die Erschließung des gesamten südöstlichen Verkehrssektors". Dadurch würde eine Verbindung auch für den Güterverkehr vom Stettiner Haff bis hin in die westlichen Bundesländer geschaffen.
Quelle: Nordkurier vom 17.03.2010




