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Schlossinsel-Allee


Mirow. Mit ihren alten Baumbeständen haben die Mirower offenbar kein Glück. Auch auf der Schlossinsel, wenn dort das Außengelände zwischen Torhaus und Schloss gestaltet wird, werden wieder einige Bäume der Säge zum Opfer fallen.

 

Das hat Ulrich Kache, Landschaftsarchitekt im Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern, gestern im Nordkurier-Gespräch deutlich gemacht. Wie er sagte, sollen noch in diesem Jahr die Planungsunterlagen für die Gestaltung des Schlossvorplatzes erarbeitet werden. Noch bestimmen Bauzäune das Bild. Frühestens im Sommer 2011 könne mit der Bauausführung begonnen werden, schätzte Kache ein. Allerdings sei der genaue Termin noch abhängig davon, wann die Arbeiten im Innern des Schlosses abgeschlossen sind. Denn erst, wenn Baustellenzufahrten nicht mehr benötigt werden, mache die Herrichtung des Außengeländes Sinn. Bei der Gestaltung selbst orientieren sich die Planer am Parkpflegewerk, das speziell für Mirow erstellt wurde. Demnach wird es einzelne Blumenbeete ebenso geben wie Strauchpflanzungen und große zusammenhängende Rasenflächen. Unmittelbar vorm Schloss sollen Kübelpflanzen aufgestellt werden. Die beiden Alleen, sowohl die in Richtung Remise als auch die zur Liebesinsel, sollen erneuert werden. Einige der Rosskastanien seien so schwer geschädigt, dass sie gefällt werden müssen. "Es wird Neuanpflanzungen geben, es werden wieder Rosskastanien sein", erklärte Kache. Die geschädigten Bäume weisen laut einem Gutachten aus dem Jahr 2002 erhebliche Faulstellen auf. Das Gutachten soll jetzt fortgeschrieben werden, was bedeutet, dass abermals Experten auf der Insel weilen, um die Bäume in Augenschein zu nehmen. Bestandteil der Gestaltungsmaßnahme ist zudem die Herrichtung des derzeit verwilderten Parkhügels. Die etwa 4,50 Meter hohe und 30 bis 40 Meter breite Erhebung ist von Gehölzen überwachsen. Das Gelände wird geordnet, mit Treppe und Bänken versehen. Der Landschaftsarchitekt hofft, dass die Gesamtmaßnahme bis Dezember 2011 abgeschlossen werden kann. Zu gegebener Zeit soll es eine Informationsveranstaltung mit dem Mirower Residenzschlossverein für interessierte Bürger geben, kündigte Kache an. 
 

 

Quelle: Nordkurier vom 17.03.2010




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