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Roggentiner Kita wird warm eingepackt
Roggentin. Als die Temperaturen Anfang März noch einmal in den Keller sanken, da staunten die Roggentiner Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte "Am Koppelberg" e.V. nicht schlecht.
Das alte Dach war gerade erst abgenommen, und die Wärmedämmung drauf gebracht. "Da war es schon zu merken, dass es in den Räumlichkeiten morgens beim Reinkommen nicht mehr ganz so ausgekühlt ist", berichtet Kita-Leiterin Silvia Zachert. Sie ist froh, dass die Dachsanierung des Gebäudes endlich in Angriff genommen werden konnte und verspricht sich in ersterLinie Einsparungen beim Energieverbrauch. Etwas, was sich auch die Gemeinde erhofft. Denn bislang liegt der Verbrauch der Gasheizung, die auch erhalten bleibt, bei doch recht unerfreulichen Werten.Dabei war es gar nicht so leicht, das Vorhaben in die Tat umzusetzen. "Ich bin einer, der sich über alles freut, was vorher unvorstellbar war", sagt denn auch Bürgermeister Henry Tesch (CDU), der sich an diesem Nachmittag aus seinem Schweriner Minister-Job ausgeklinkt und Zeit genommen hatte, um den Baufortschritt an der Kita gemeinsam mit seinem Stellvertreter, Thomas Müller, in Augenschein zu nehmen. Vor neun Jahren war es, als dem Gebäude durch den Verein wieder Leben eingehaucht wurde - Leben, das bis heute zu spüren ist und bis über die Gemeindegrenzen ausstrahlt. Denn die Kita, die über 35 Plätze verfügt, ist voll ausgelastet und beherbergt auch Kinder aus der Nachbargemeinde Rechlin sowie aus Userin. Neben Silvia Zachert kümmern sich noch die Erzieherinnen Marlies Hirschmann und Ulrike Schultz um das Wohl der Mädchen und Jungen in Kita und Hort. Dabei können sich die Eltern darauf verlassen, dass ihre Sprösslinge nicht nur gut aufgehoben sondern auch viel an der frischen Luft sind. Regenkleidung und Gummistiefel sind für jedes Kind in der Kita deponiert. Naturverbundenheit wird groß geschrieben, und nicht selten werden die Ausflüge auch mit einem Picknick "garniert". Auch um das Frühstück brauchen sich die Eltern keine Gedanken zu machen, die Kinder werden komplett in der Kita versorgt. Anfang April nach rund vierwöchiger Bauzeit soll das Dach fertig werden. Das alte Wellasbest wird gegen Profilplatten ausgetauscht. Bauausführendes Unternehmen ist die Dachdeckerfirma Krumm aus Mirow. Indes zeigt sich Thomas Müller zuversichtlich, dass auch die Fassadensanierung noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden kann. Hauptanliegen ist auch hierbei die energetische Sanierung. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt dann bei 158 000 Euro, wobei die Gemeinde an Eigenmitteln 55 200 Euro beizusteuern hat. Der Rest sind europäische Fördermittel aus dem ELER-Programm. Die Frauen der Kita durften sich auch schon Gedanken über eine schöne Farbe machen: Favorisiert wird eine apricotfarbene Wand zum grünen Dach.
Quelle: Nordkurier vom 18.03.2010




