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Mirower Wehrführer "schlägt Alarm"


Mirow. Mit einem eindringlichen Appell hat sich der Mirower Wehrführer Ingo Mahnke zum wiederholten Mal an die Stadtvertreter gewandt.

 

Der Zustand des Feuerwehrhauses in der Rotdornstraße sei überaus bedenklich. Nach jüngster Besichtigung durch die Hanseatische Unfallkasse wurde einmal mehr deutlich, wie sanierungsbedürftig das Gebäude ist. Die Mängelliste war schier endlos. Hinzu kam, dass seit der letzten Stippvisite der Feuerwehr-Unfallkasse Mängel nicht abgestellt wurden - mit Blick auf den anvisierten Neubau. Lange würden die Prüfer nicht mehr mitspielen, warnte Mahnke. So sei bereits die Zufahrt zum Gerätehaus eine Unfallquelle. Gleich nebem dem Wallgraben gelegen, fehlt es an Platz, wenn sich Fahrzeuge begegnen. Beim Gebäude sind Wärmeverluste zu beklagen, aus den Fachwerkfächern am Turm bröckelt Putz. Die großen Tore würden bei Wind zu Geschossen. "Rolltore sind Stand der Dinge", sagte Mahnke. Auch gebe es keinerlei Büroräume, Platz für Nachwuchs und Ausbildungsfläche: "Wir sitzen gestapelt, wenn alle da sind". Eine gesetzlich vorgeschriebene Schwarz-Weiß-Trennung (Bereiche für Einsatz- und Alltagssachen) sei nicht realisierbar: "Wir stehen zwischen den Fahrzeugen beim Umkleiden". Es fehle an Platz für Atemschutzgeräte, Parkfläche, etc. Die Bodenbeschichtung im Feuerwehrhaus ist durch die Unfallkasse bemängelt worden. Mahnke machte deutlich, dass nur ein Neubau sinnvoll sei. Dieser, so hatte man sich bereits vor geraumer Zeit verständigt, könnte seinen Platz am einstigen Berufsschul-Komplex am Ortsausgang von Mirow finden, die Ausstattung würde so gewählt werden, dass sie 40 bis 50 Jahre vorhalte. Seitens der Stadt sind für dieses Jahr 7000 Euro an Planungsgeld in Sachen Feuerwehrhaus eingestellt. Es gilt, die vorliegende Planung, die Investitionskosten von rund 950 000 Euro vorsieht, zu überarbeiten. Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) bekräftigte, dass der Neubau eines Feuerwehrhauses höchst dringlich sei. Er überraschte mit seiner Rechnung, wonach die rund 200 000 Euro, die im Zusammenhang mit dem möglichen Bau einer Biogasanlage und der Wärmeversorgung durch die Stadtwerke Neustrelitz (der Nordkurier berichtete), in die Mirower Stadtkasse fließen würden, für den Neubau eingesetzt werden könnten. Dafür gelte es schon jetzt Fördermittel zu akquirieren. Auch die Stadtvertreter sahen die Dringlichkeit, dennoch müsste das Geld da sein. "Ich bin auch dafür, dass wir Dinge mutig anpacken, aber nicht blind", sagte Einzelbewerber Frank Rahn.
 

Quelle: Nordkurier vom 30.04.2010




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