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Keine Kita in Priepert
Priepert. Das Vorhaben, in Priepert eine Kita zu bauen, wurde fallen gelassen. "Der Grund ist, dass sich nur fünf Mütter und Väter meldeten und ihr Interesse bekundeten", berichtet Bürgermeister Manfred Giesenberg (FDP).
Damit war der Gemeinde, die als Bauherr auftreten wollte, das finanzielle Risiko zu groß. Die Idee, solch eine Kinderbetreuungseinrichtung in das Dorf zurück zu holen, kam dem Bürgermeister und Gemeindevertretern, weil in der Gemeinde insgesamt 20 Kinder im Kita-Alter leben und es darum sinnvoll erschien, einen Kindergarten zu errichten. Außerdem engagierten sich die beiden Erzieher Anika Reimann und Dirk Heidrich aus Greifswald für das Projekt, dessen Betreiber sie sein wollten. Sie planten, die Betreuung auch für Urlauberkinder anbieten, weil Priepert ein touristisches Zentrum ist. Am 6. März dieses Jahres hatten beide in Priepert das Vorhaben vorgestellt, 23 Einwohner kamen zu dieser Veranstaltung (der Nordkurier berichtete)."Die Kita wäre die letzte Chance gewesen, ein Stück Infrastruktur zurückzuholen", bedauert der Bürgermeister. Er geht davon aus, dass es bald keine selbstständigen Kommunen unter 500 Einwohnern mehr geben wird - dann seien solche Träume für Orte wie Priepert mit gut 300 Einwohnern ausgeträumt. "Ich kann kann nicht verstehen, dass das Elterninteresse so gering ist und dass viele Eltern ihren Kindern den Wechsel nicht zutrauen. Wenn angeblich nicht mal Kinder einen Wechsel vertragen...", meint Manfred Giesenberg dazu. Die Baukosten für die Kita waren mit rund 300000 Euro veranschlagt. Sie sollte in Modulbauweise errichtet werden, so dass bei Bedarf weitere Teile angefügt werden könnten.
Quelle: Nordkurier vom 22.05.2010




