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Ausschreibung für Südumfahrung beendet
Mirow. Das Straßenbauamt Neustrelitz wird, was den Bau des Südabschnittes der Ortsumgehung Mirow angeht, aus einer großen Anzahl an Bewerbern wählen können.
Mit Stichtag, 26. Mai, haben sich 31 Firmen auf die europaweite Ausschreibung gemeldet. Die meisten Bewerbungen stammen aus dem Inland, darunter die am weitesten entfernte aus Bayern, gab Jens Krage, amtierender Leiter des Straßenbauamtes Neustrelitz, einen ersten Überblick. Das ganze Amt mit allen Fachbereichen sei nun in die Auswertung der Angebote eingebunden. In Kürze soll dann, unter Einbeziehung der Erfahrungen aus dem ersten Bauabschnitt, auch der zweite Bauabschnitt, die Westumfahrung, ausgeschrieben werden. Dass dies zeitlich versetzt erfolge, hänge mit vergaberechtlichen Dingen zusammen, aber auch damit, dass schon die Auswertung der ersten Ausschreibung mit einem sehr großen personellen Aufwand verbunden sei, wie Krage erklärte. Was den Südabschnitt anbelangt, werden mindestens drei Bewerber ausgewählt, die dann in die zweite Verfahrensstufe einbezogen werden sollen. Das Straßenbauamt stimmt sich mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr ab. Die drei Bewerber werden aufgefordert, ein konkretisiertes Angebot abzugeben, auch eine Bieterbesprechung wird es geben, ehe dann ein Anbieter favorisiert wird. Die Ausschreibung sei so erfolgt, dass alle Schritte von der Entwurfsplanung über die Genehmigungsplanung bis hin zur Ausführungsplanung und Vorbereitung der Ausschreibung und Vergabe inbegriffen sind. "Wir hoffen, dass im III. Quartal 2010 die Entwurfsplanung für den Südabschnitt beginnt", erläuterte Krage die Zeitschiene.Indes waren Mitglieder der Bürgerinitiative "Umgehungsstraße Mirow e.V." einer Einladung des Landrates Heiko Kärger (CDU) zu einem Vor-Ort-Termin ins Straßenbauamt Neustrelitz gefolgt, bei dem auch der Landtagsabgeordneter Michael Körner (SPD) sowie Jens Krage zugegen waren. Die Mitglieder der Bürgerinitiative ließen sich den Planungsstand erläutern. "Wir sind nach wie vor der Meinung, dass beide Bauabschnitte gleichzeitig realisiert werden müssten", sagte der erste Sprecher der Initiative Marian Lopuszanski dem Nordkurier. "Wir haben einfach Angst, dass sonst vielleicht nur ein Bauabschnitt umgesetzt wird." Anwohner der Retzower Straße würden dem Lkw-Lärm dann ausgeliefert bleiben. Heute treffen sich die Mitglieder der Bürgerinitiative wieder zur Demonstration, um 18 Uhr in der Mirower Schulkurve. Für eine halbe Stunde ist die B 198 gesperrt.
Quelle: Nordkurier vom 03.06.2010




