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Erste "Fusionisten" bevölkern Festival-Gelände
Lärz. Die ersten Fusionsgäste sind schon eingetroffen, zumeist solche, die sich ihr Ticket erarbeiten wollten oder selbst zu den Akteuren gehören, die mit ihrer Kreativität und handwerklich geschickten Händen originelle Stände zimmern oder ganze Hangar auf dem Kulturkosmos-Gelände in Lärz gestalten.
Vom 24. bis 27. Juni, Donnerstag bis Sonntag, ist es nun wieder soweit. Die 14. Fusionsrakete "startet" und wird die Region rund um Lärz in den inzwischen schon gewohnten Ausnahmezustand versetzen. Indessen hat sich baulich auf dem Festivalgelände einiges getan. Die in den Vorjahren als Provisorium aufgestellten Bauzäune sind einem hohen, fest installierten Gitter gewichen. Das Eingangstor zum Kulturkosmosgelände ist ebenfalls erneuert worden, in weiser Voraussicht, dass der Festival-Ansturm in diesem Jahr keinesfalls geringer ausfallen wird. Um die 60 000 Besucher werden erwartet. Die Eintrittskarten erwiesen sich als höchst begehrt. Selbst letzte Reste sind vergriffen. All jenen, die ohne Ticket anreisen wollen, gibt Vereinschef Martin Eulenhaupt auf den Weg, dass dies aussichtslos ist. Indes wurden zusätzliche Parkflächen geschaffen, um dem gigantischen Auto-Anreiseverkehr gewachsen zu sein. Erstmalig ist eine Ackerfläche in Richtung Gaarz als Pkw-Stellfläche ausgewiesen. Um die Festivalgäste auf dem Fußweg aufs Veranstaltungsgelände zu leiten, hat der Verein Kulturkosmos Müritz e.V. die alte Lärzer Eisenbahnbrücke, für die sich seit Abbau der Gleise kein Interessent fand, in Absprache mit der Gemeinde Rechlin in Nutzung genommen. Dieser Tage wurden dort, wo einst die Schienen lagen, Beton-Elemente verlegt, um einen sicheren Fußweg über den Müritz-Havel-Kanal zu schaffen. An den Seiten der Brücke sollen Bänke aufgestellt werden, die den Blick aufs Wasser ermöglichen, war vor Ort zu erfahren. Was das Programm angeht, so wird der bewährte Mix aus Musik, Kunst und Abenteuer, gepaart mit vielen Neuheiten selbst für erprobte Festivalbesucher, das Geheimrezept sein, das die Fusion ausmacht. Seeseitig wird es wieder einen etwas ruhigeren Bereich geben. Hier hat die französische Künstlergruppe "Collectif Mobil Casbah" vom vergangenen Jahr bereits ihre Zirkuszelte aufgeschlagen. Am anderen Zipfel der Wiese entsteht ein Kinder-Spielplatz. Neu ist in diesem Jahr, dass es Ruhephasen gibt, "um die Gesundheit der Fesitvalgäste zu schonen". Jeweils Freitag und Sonnabend von 9 bis 12 Uhr herrscht Ruhe auf den großen Dance-Floors - etwas, was sicher auch die Anwohner erfreuen wird, die an den Festivaltagen je nach Windrichtung einiges an Geräuschkulisse ertragen müssen. Wie Martin Eulenhaupt mitteilte, ist der Verein während des Festivals telefonisch erreichbar, wenn es Grund zum Ärgernis gibt: 039833 26370.
Quelle: Nordkurier vom 21.06.2010




