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Heimische Kunst belebt leere Läden
Mirow. Mit einer „Aktion gegen Leerstand“ wird derzeit in Mirow gegen leere Schaufenster vorgegangen.
Und auch in anderen Kommunen ist man bestrebt, die Geschäfte zu beleben. Dabei erhalten Künstler die Möglichkeit, ihre Werke gut sichtbar für Einheimische und Touristen in den Haupteinkaufsmeilen zu präsentieren.
„Man ist auf mich zugekommen, die Idee hat mir total gefallen“, berichtet Ulla Pape, Vermieterin in Mirow. „Denn wenn man in die ,toten Augen‘ schaut, das sieht doch hässlich aus“, sagt sie. Ihr „Auge“, das Schaufenster des früheren Bäckerladens in der Schlossstraße, ist längst nicht mehr tot. Die Mirowerin Brigitte Kasch hat darin ihre Landschaftsbilder ausgestellt. „Wenn ich sehe, wie viele Passanten davor stehen bleiben, dann weiß ich, dass es die richtige Entscheidung war“, erklärt Ulla Pape. Und sie hofft, dass sich Nachahmer finden.
Seitens der Stadt wird die Initiative begrüßt. „Wir sehen das positiv, mit Leerstand haben wir wirklich ein Problem“, sagt Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) und verweist auf die stark befahrene Bundesstraße und die große Anzahl an Supermärkten. Deshalb freut sich der Bürgermeister ankündigen zu können, dass noch in diesem Jahr die Bürgersteige und Straßenlampen in der Strelitzer Straße erneuert werden. Auch mit Blick auf die Fertigstellung der städtischen Toilette und die Entsorgungsstelle für Caravan- und Bootstouristen hofft er, dass sich die Infrastruktur verbessern wird – auch zugunsten der Ladenbesitzer.
Quelle: Nordkurier vom 28.06.2010




