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Schlossinsel Mirow im Miniaturformat


Mirow. Alles sieht winzig aus. Aber nur im ersten Moment. Wenn sich der Betrachter mit seinen Augen auf Entdeckungsreise begibt, ist es, als würde er tatsächlich zwischen den Gebäuden spazieren gehen.

 

Und es fällt manches Detail auf, wie die Wagenräder, die am Ritterkeller lehnen, oder das Geländer, das die Inselbühne umgibt. Nicht einmal das Fahrgastschiff auf dem Mirower See wurde vergessen. Die Rede ist von der Mirower Schlossinsel, die jetzt im Kleinformat in einer Nische im Ritterkeller ausgestellt ist. Das Modell mit den Miniaturgebäuden, das die gesamte Insel zeigt, wurde auf Wunsch des Mirower Inselvereins durch Teilnehmer des Welling-Bildungsinstituts in Neustrelitz angefertigt. Dieser Tage wurde das Ergebnis der fast fünf Monate währenden Bastelarbeit an die Vereinsmitglieder übergeben - die sich riesig freuten. "Ich finde, es ist außerordentlich gut gelungen", war Rainer Smentek stellvetretend für die insgesamt elf Vereinsmitglieder des Lobes voll. Geboren worden war die Idee im Herbst vergangenen Jahres. "Wir haben damals Carola Lindner vom Welling-Bildungsinstitut zu uns eingeladen", berichtete Smentek, der sich seit Jahren sehr für die Insel und die Stadt Mirow engagiert. Da vorhandene Karten und Flyer oft nur Ausschnitte der Insel, etwa das Schlossensemble oder aber die Kirche abbilden, fand es der Inselverein an der Zeit, dass die Gesamtheit der touristischen Anziehungspunkte einmal dargestellt wird. "Die historischen Gebäude hören ja nicht an einer Grenze auf, die Alte Schlossbrauerei, die jetzt Seehotel ist, gehört beispielsweise auch dazu", gab Smentek zu bedenken. Mit dem Modell hat der Gast nun die Möglichkeit, sich einen Überblick über die vielfältigen Angebote zu verschaffen. Und für den Inselverein, der sich das Ziel gestellt hat, die Insel als Ganzes zu beleben, ist dies ein weiterer Meilenstein. "Ich bin überzeugt, dass sich hier in den nächsten Jahren noch richtig viel tut. Nur müssen wir alle an einem Strang ziehen", sprüht Rainer Smentek vor Elan, der den Aufwind durch das "3 Königinnen Palais Schloss Insel Mirow" für die Stadt schon erahnen kann. Auch Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) nahm das Modell wohlwollend in Augenschein. Er ließ es sich nicht nehmen, gleich die anstehenden Gestaltungsmaßnahmen, wie die Herrichtung des Schlossparks zwischen Torhaus und Schloss, in das Modell hinein zu denken. "Das müssen wir dann bald ergänzen", spielte er augenzwinkernd auf die rasante Entwicklung auf der Insel an.

 

 

Quelle: Nordkurier vom 19.07.2010




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