Informationen

Neuigkeiten


Veranstaltungen


Frage des Monats: Wie erkunden Sie die Kleinseenplatte?



Banner
Banner
Banner

Wettervorhersage



Neuigkeiten im Archiv

Musikerlebnis lenkt Blick auf die Schlossinsel


Mirow. Mit der schillernden Metropole London hat das ein wenig beschaulichere Städtchen Mirow einiges gemeinsam.

 

Nicht nur eine gewisse Sophie Charlotte, die als Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz in Mirow geboren wurde und als Gattin des englischen Königs Georg III. in London residierte, sondern auch ein musikalisches Ereignis, das unter dem Kürzel "Proms" bekannt ist: Seit Jahren - und am kommenden Dienstag wieder - ist Mirow ein Schauplatz der Reihe MeckProms, mit der die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin nach dem Vorbild der legendären britischen Promenadenkonzerte durchs Land tourt."Die Leute schmausen Häppchen, und wir machen Musik dazu", beschreibt Gebhard Kern, Direktor und Violinist der Staatskapelle, das Konzerterlebnis unter freiem Himmel. Geboren wurde die Reihe einst aus der Idee, in mecklenburgischen Herrenhäusern für CD-Aufnahmen zu konzertieren. Die Säle erweisen sich meist als zu klein oder untauglich; dafür wurden die Musiker auf herrliche Parks und Gärten aufmerksam. So auch in Mirow: "Wunderschön, diese ganze Anlage auf der Halbinsel", schwärmt Kern. Manchmal kommen Restaurierungen schneller voran, weil die MeckProms Aufmerksamkeit auf die Orte ziehen... Güstrow, Klütz, Ludwigslust, Wismar und natürlich Schwerin sind die weiteren Stationen der MeckProms-Schlössertour: Nach vielen "ausprobierten" Orten setzten sich jene durch, "wo die Resonanz und die Zusammenarbeit mit der Kommune gut sind", erklärt der Orchesterdirektor. Mirow galt eine Zeit lang als "Sorgenkind": Zum einen touristisch vor allem auf Camping- und Bootsurlauber orientiert, hatte das Städtchen zum zweiten immer mal Pech mit dem Konzertwetter. Im vorigen Jahr indes stimmte alles: Der abendliche Beginn, die stimmungsvolle Kulisse, das zahlreich erschienene Publikum - so soll es weitergehen. Vor hochsommerlichen Temperaturen jedenfalls hat das Orchester keine Scheu, erklärt Kern: "Regen und Wind brächten uns größere Probleme. Dieses Wetter ist für uns nicht härter als für jeden anderen auch."Immerhin sind die Musiker gewöhnt, ihre Kräfte einzuteilen: Schließlich absolvieren sie die MeckProms "nebenher", stehen doch donnerstags bis sonntags die Schweriner Schlossfestspiele mit der Oper "Die Macht des Schicksals" in ihrem Spielplan. "Aber der Rhythmus ist nach einer Woche drin, dazu muss jeder Profi genug sein", erklärt Gebhard Kern. Vor allem hebt der Musiker das Können seines Generalmusikdirektors Matthias Foremny hervor, der Musiker und Publikum mitreiße: Seine Art, Wissen zu vermitteln, ohne belehrend zu wirken, mache einen großen Teil des MeckProms-Erfolgs aus: "Er ist von 1000 Dirigenten der eine, der das kann."MeckProms-Konzert am Dienstag, 20 Uhr, auf der Schlossinsel Mirow. Kartentelefon 039833 27567 oder 0385 5300-123
 

 

Quelle: Nordkurier vom 23.07.2010




[nach oben] [Feedback] [drucken]