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''3 Königinnen Palais'' öffnet Pforten
Mirow. Irgendwie war es auch ein historischer Moment – nicht nur, weil die Geschichte in diesem Welcome Center mit im Vordergrund steht.
Nein, auch weil das, was gestern auf der Schlossinsel Mirow im Kavalierhaus eingeweiht wurde, eine ganz besondere Bedeutung für die Region hat. Das „3 Königinnen Palais Schloss Insel Mirow“ ist seit gestern nicht mehr nur ein Schriftzug. Es ist Geschichte zum Anfassen, zum Ausprobieren und zum Sich-damit-auseinandersetzen. Wie sagte Geschäftsführerin Angelika Groh in ihrer Eröffnungsrede: „Die Ausstellung ist didaktisch reduziert. Sie soll neugierig machen“. Und Landrat Heiko Kärger (CDU) ergänzte: „Es heißt nicht mehr nur MV tut gut, sondern auch Mirow tut gut.“
Die Gäste waren zahlreich erschienen. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) überbrachte die Grüße der Landesregierung und machte noch einmal auf die umfangreiche Förderung aufmerksam, 350 000 Euro aus seinem „Hause“, und 400 000 Euro vom Wirtschaftsministerium, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre. Im weiteren Verlauf widmete sich Caffier dem Lebensweg Luises, was angesichts der Tatsache, dass in Mirow Sophie Charlotte die Hauptrolle spielte, für etwas Verwunderung sorgte. Aber das zeigt wohl einmal mehr, dass das „3 Königinnen Palais“ sich nicht auf die Vergangenheit Mirows beschränkt, sondern die Historie einer ganzen Region bis hin nach Hohenzieritz, Neustrelitz oder Feldberg beleuchtet.
Nach feierlicher Eröffnungszeremonie vor dem Kavalierhaus konnten die Gäste im 3 Königinnen-Rundgang die Außenanlage, angefangen bei der Seeterrasse bis hin zur Liebesinsel entdecken. An jeder Station wurde einer musikalischen oder literarischen Darbietung gelauscht. Neben der Deutschen Tanzkompanie sorgten der Musikschulzweckverband Kon.centus, die Theater- und Orchester GmbH sowie der Mirower Männerchor 1848 für die kulturelle Umrahmung. Schließlich ging es ins Gebäudeinnere.
Während sich der Eingangsbereich recht nüchtern mit Empfangstresen, Fahrstuhl und dort, wo einst Kamine waren, mit einem simulierten Feuer präsentiert, kommt der Besucher in den Ausstellungen voll auf seine Kosten. Dabei wird auch bei Erwachsenen der Spieltrieb geweckt. Startknöpfchen animieren unwillkürlich, draufzudrücken. Durch Gucklöcher lässt sich in die Gemächer des Schlosses von einst blinzeln. An anderer Stelle kann der Besucher herausfinden, wieviel Ähnlichkeit er selbst mit einer der 3 Königinnen hat. Insgesamt findet der Betrachter eine Schau, die alle Sinne anspricht – von der Machart her ähnlich der im „Müritzeum“ in Waren, allerdings vom Inhalt her ganz anders – wobei die reizvolle Natur auch im „3 Königinnen Palais“ ihren Platz hat.
Quelle: Norkurier vom 24.07.2010




