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Urlauber fangen Riesenwels
Zietlitz. Große Aufregung herrschte jetzt wegen eines Riesenfisches zwischen Leppinsee und Roggentin.
Der 16-jährige Cedric Schwarze aus Koblenz, der gemeinsam mit Eltern und Geschwistern an der Seenplatte Urlaub machte, schildert, warum: Sie wollten einen ruhigen Nachmittag am Leppinsee verbringen, bis ihn seine Schwester Sina rief, weil sie eine lange Schwanzflosse unter dem Steg entdeckt hatte. Sie vermutete, dass es sich um die Flosse von einem Wels handelte. Das stimmte tatsächlich. Als der Fisch sein Versteck verlassen wollte, schwamm er genau in den Kescher, den Cedric vor sein Maul gehalten hatte. Der zog den Fisch an den Steg und wunderte sich, wie schwach der war. Die Schwester rief Hilfe herbei, so dass der Wels schließlich aus dem Wasser gehievt werden konnte. "Bei genauem Hinsehen fiel uns eine tiefe Wunde an der Schwanzflosse auf, er war wahrscheinlich in eine Schiffsschraube geraten", berichtet Cedric weiter. Sein Opa Norbert Witthuhn maß den Wels mit einem Zollstock ab - der Fisch war zwei Meter lang, schildert Cedric immer noch beeindruckt.Mit einem Anhänger wurde der Wels in die Scheune der Großeltern Witthuhn in Roggentin gebracht, bevor er nach Mirow zum Fischer transportiert wurde. "Der zerlegte ihn rasch, das Tier wog 45 Kilogramm. Den Kopf fror uns der Fischer in einem Eisblock ein, so konnten wir ihn nach Waren zum Präparator schaffen", erzählt Cedric. Während das Fischfleisch an Verwandte und Freunde verteilt wurde, wartet Cedric jetzt auf den präparierten Kopf als Erinnerung an diesen Riesenfisch.
Quelle: Nordkurier vom 14.08.2010




