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Ausstellung über Maler und Keramiker Rudolf Böhm


Diemitz / Rechlin-Nord. Es ist eine Ausstellung, die berührt - eine Ausstellung, die den Lebensweg Rudolf Böhms nachzeichnet, die Ängste und Gefühle offenbart, die wohl in jedem Menschen irgendwo zu finden sind.

 

 

Und es ist auch eine Zeitreise, die die Bedrängnis in der DDR, der Künstler mitunter ausgesetzt waren, widerspiegelt. Am 10. August feierte der in der Region bekannte Maler und Keramiker Rudolf Böhm, der viele Jahre in Alt Gaarz (Müritzkreis) zu Hause war und heute mit seiner Frau auf dem Kunsthof Diemitzer Schleuse lebt, seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass ist derzeit noch bis zum 15. September eine Ausstellung in der Kirche Rechlin-Nord erlebbar. Michael Ihrke aus Berlin, der in diesem Jahr die Sommerexposition dort inne hat, hatte seine Werke für vier Wochen abgehängt und Raum für die Ausstellung Rudolf Böhms geschaffen - "als Geschenk an den Jubilar". Dieser wusste von alldem zunächst nichts, berichtet Ehefrau Hildegard Böhm. Schließlich sollte es am Abend des Geburtstags auswärts zum Essen gehen. Doch vor der Kirche Rechlin-Nord, die übrigens als solche wieder wunderbar hergerichtet ist, stoppte der Wagen. Als Rudolf Böhm die Kirche betrat und seine Bilder sah, hielt er sich die Hände vors Gesicht. Er wurde von Pastor Armin Schmersow empfangen, und wenig später wurde die Ausstellung feierlich eröffnet. Die Überraschung war gelungen. Geöffnet ist die Schau, die frühe Werke ebenso enthält wie Arbeiten der 80er und 90er Jahre, zu Gottesdiensten, Konzerten oder auf Anfrage.

 

 

Quelle: Nordkurier vom 27.08.2010

 

 




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