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Gourmethof und neuer Hofladen in Below


Below. Der Strauß dreht neugierig den Kopf. Er scheint sich noch da-ran gewöhnen zu müssen, dass er jetzt mehrmals am Tag von Besuchern beäugt wird.

 

Denn dort, wo die vier Strauße ihr Gehege haben, hat in unmittelbarer Nachbarschaft der "Gourmethof" in Below seine Pforten geöffnet. Die stolzen Laufvögel gehören zum Gesamtkonzept, das Inhaberin Rita Dubbe in nur einem Jahr von der Papiervorlage bis hin zur Realität umgesetzt hat. Entstanden ist ein Restaurant mit Hofladen in urigem Ambiente, mit alten Steinen gemauert und geschickt kombiniert mit modernen Werkstoffen, die heutigen Qualitätsstandards gerecht werden. Dazu gibt es regionale und biologische Produkte, "immer an die Saison angepasst, keine Tiefkühlkost", verspricht die 35-jährige Diplom-Betriebswirtin, die vor 15 Jahren aus Klein Trebbow nach Below kam. Inzwischen gehören neben ihrem Lebenspartner auch zwei Kinder, Leo (8) und Emil (4), zur Familie. Was den Hof angeht, so stand hier einst ein altes Bauernhaus, "Küche, Zimmer, Plumpsklo", beschreibt Rita Dubbe es schmunzelnd. Mit den Jahren wurde saniert. Kein leichtes Unterfangen, hatte die junge Frau doch auch ihr Studium zu bewältigen - im bayrischen Rosenheim. "Es war eine harte Zeit", erinnert sie sich.Landwirtschaftlich hat die Familie mit Schafen und Ziegen angefangen. 2003 wurde dann auf Damwild umgesattelt. Um die 90 Stück grasen auf der Weide. 2004 kamen die Strauße hinzu, und seit zwei Jahren zählt auch eine Angusherde (Rinder) zum Viehbestand. Dieser ist Grundlage für das jetzige Unternehmen. Zunächst liebäugelte Rita Dubbe mit einer Direktvermarktung, Schlachtung und Zerlegung am Hof. Doch irgendwann kam sie zu dem Schluss, dass die Gäste zwar sehen wollen, was sie essen, "aber die Schlachtung an sich möchte keiner direkt vor Augen haben". So wurde die Zukunftsplanung noch einmal einer Änderung unterzogen, obwohl die Baugenehmigung schon vorlag. Ein Café mit Hofladen sollte her. Doch wie der Zufall es will, kam ihr der Chefkoch von Schloss Ulrichshusen, der 26-jährige Robert Rausch, in die Quere. Als er vom Konzept erfuhr, war er so überzeugt, dass er sich entschied, künftig die Kundschaft in Below zu verwöhnen. Dieses Potenzial wollte sich Rita Dubbe nicht entgehen lassen. Aus dem Café-Gedanken wurde ein Restaurant, das das Gesamtkonzept, zu dem außerdem eine Galerie als Plattform für heimische Künstler gehört, abrundet. Am vorletzten Wochenende wurde nun eröffnet. Neben dem Koch verstärken eine Vollzeit- und eine Teilzeitangestellte als Servicekräfte das Team. Indes kamen auch schon die ersten Besucher, um im Hofladen frische und fair gehandelte Produkte, darunter Gemüse, Cafés, Liköre, Marmelade, Honig, Wurst und anderes mehr zu erwerben. Auch für Feiern mit Pepp ist der Gourmethof eine Adresse. Gefeiert werden kann in riesigen Tentipi-Zelten, die mit Bar und Tanzfläche ausgestattet sind und 150 Personen fassen. Geöffnet ist der "Gourmethof" mittwochs bis sonntags von 11 bis 22 Uhr.

 

Quelle: Nordkurier vom 30.08.2010




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