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Letztes Hofkonzert in Klein Trebbow
Klein Trebbow. Am 18.09.2010 findet um 19.30 Uhr das letzte Hofkonzert in Klein Trebbow der Berliner Jazz- Band "Pinguin" statt.
Das Berliner Quintett „Pinguin“ wurde Anfang 2009 von dem Pianisten Axel Jörg gegründet. Das Repertoire der Band setzt sich ausschließlich aus Eigenkompositionen der Bandmitglieder zusammen.
Der Sound von „Pinguin“ ist eigenständig und unkonventionell. Die Mitglieder der Band haben am Jazzinstitut Berlin studiert, oder tun dies immer noch.
Nicht erst seit hier ein Dokumentarfilm über Brad Mehldau gedreht wurde, zählt Berlin zu den Jazz-Hauptstädten Europas. Spätestens seit den Zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts flossen hier Kultur, Kunst und musikalische Stile zusammen wie sonst in kaum einer Stadt Europas. Nicht umsonst zieht es die “Großen” immer an die Spree: Louis Armstrong, Charlie Parker, John Coltrane, Thelonious Monk, um nur eine bescheidene Auswahl zu nennen, beeinflussten die europäische Kultur-Szene hier in unnachahmlicher Weise. Jüngere Berlin-Besucher wie Brad Mehldau oder Kurt Rosenwinkel atmeten diesen Einfluss und ließen sich wiederum von der Stadt inspirieren. Ebenso spürt das Berliner Quintett Pinguin diesen Flair und hat es in kürzester Zeit geschafft, seinen ganz eigenen Sound und einen cool progressiven Stil zu entwickeln. So vielversprechend, dass wir froh sein können über jede Minute, die wir Pinguin zu hören bekommen.
Am Piano und in leitender Pinguin-Funktion: Axel Jörg. Gebürtig in Hamburg hat Jörg an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock und am renommierten Jazz-Institut-Berlin bei Rolf Zielke und Hubert Nuß Jazz-Piano studiert. Dort traf er dann auch auf seine Mit-Pinguine: Birgitta Flick (Saxophon), Moritz Cartheuser (Gitarre), Christian Fischer (Kontrabaß) und Christian Hiltawsky (Schlagzeug). Direkte Einflüsse durch Kurt Rosenwinkel und Mark Turner sind unüberhörbar und doch verleihen Pinguin der Kombination von Saxophon und Gitarre einen ganz neuen Soundanstrich, was nicht zuletzt auch der herausragenden Rhythmusgruppe, dem kommunikativen und frischen Spiel Axel Jörgs, dem variantenreichen Schlagzeug Christian Hiltawskys und einem sicheren und gleichzeitig mit allerlei interessanten Wagnissen ausgestatteten Bassfundament Chrisitian Fischers zu verdanken ist.
Pinguins unglaublich schön treibende Rhythmik durchmischt mit garagigen Popelementen setzt den EST Sound auf ihre eigene Weise fort – gleichzeitig spielt das Songwriting in der Musik eine ebenso wichtige Rolle wie solistisches Können. Und darin liegt nicht nur die besondere Stärke von Pinguin sondern auch die Entwicklungsfähigkeit. Pinguin ist ein musikalischer Rohdiamant, der schon jetzt unwiderstehlich glänzt und glitzert. Das Spiel der fünf Pinguine ein Erlebnis, dass sich niemand entgehen lassen sollte und wir erwarten mit Freude und Spannung alles, was aus dem Quintett noch entstehen mag.
Das Konzert findet in der Scheune statt, es gibt heiße Getränke und Heizstrahler. (falls es kühl wird)




