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Bei Peetsch entsteht ein Teerofen


Peetsch. Gut zwei Kilometer entfernt von der Peetscher Revierförsterei entsteht gegenwärtig mitten im Wald der Nachbau eines historischen Teerofens, der am Ende dieses Monats fertiggestellt werden soll.

 

Rund 100 Meter entfernt befinden sich unter Gras und Erde zwischen den Bäumen die Reste des historischen Ofens, der in der Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet wurde, berichtet der Peetscher Revierförster Jens Wehden. Er hatte die Idee, den Nachbau zu schaffen, um Einheimischen und Touristen auf eindrucksvolle Art und Weise zu zeigen, wie so ein Teerofen früher aussah. In Betrieb genommen wird das neue Bauwerk allerdings nicht.

„Der historische Teerofen stand hier mitten auf Ackerland, das eine Ausdehnung von etwa 40 Hektar hatte. Heute befindet sich hier Wald. Der Brandschutz verbietet es, hier den Brand in so einem Ofen zu zünden“, erklärte Jens Wehden. Man habe Teeröfen in der Vergangenheit – ihre Hochzeit reichte vom 16. bis zum 18. Jahrhundert – ausreichend entfernt von Siedlungen, Wald und Förstereien errichtet, weil die Öfen durchaus explodieren konnten.

 

Im Peetscher Revier wird nicht der alte Teerofen zur Anschauung für Einheimische und Touristen saniert, sondern ein neuer gebaut. Dazu erklärte der Peetscher Revierförster Jens Wehden: „Wir einigten uns mit dem Amt für Denkmalpflege auf den Neubau, damit die Reste des alten Ofens erhalten bleiben. Außerdem ist so ein Neubau einfacher zu bewerkstelligen.“ Die Spuren des alten Ofens weisen darauf hin, dass er im Brand explodiert ist, das kam durchaus vor, berichtete Jens Wehden. Die Errichtung des Neubaus wird über das Landesförderinstitut gefördert, die neue Sehenswürdigkeit dient der Öffentlichkeitsarbeit, erklärte Angela Wilke, Leiterin des Mirower Forstamtes, zu dessen Einzugsbereich das Peetscher Revier gehört. Jens Wehden ergänzte, dass mit dem Teerofen auch eine neue Sehenswürdigkeit für Urlauber geschaffen werden soll – gerade für die Tage, an denen das Wetter nicht gerade zu den Seen lockt. Der Ofen ist per Fahrrad von Peetsch aus gut zu erreichen. Der Weg dorthin wird ausgeschildert.

Der Nachbau des alten Teerofens, der wohl aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammt, ist ein zweiwandiger. Diese entstanden vom 16. bis 18. Jahrhundert und waren gegenüber den einwandigen Vorgängern technisch verbessert, erläuterte Jens Wehden.

 

 

Quelle: Nordkurier vom 18.09.2010

 

 




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