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Wesenberger Woblitzchor feiert zehnjähriges Bestehen
Wesenberg. Eigentlich war es eine Wette, die am Anfang des Wesenberger Wolbiltzchores, der zunächst Frauenchor hieß, stand, erinnert sich Chorleiter Wolfram Spieß und erzählt
„Es war in der Weihnachtszeit 1999, De Wesenbarger Burgsängers saßen zusammen, ihre Ehefrauen waren dabei. Da kam die Frage auf: Warum singen die Frauen nicht? Und die Frauen sagten dann bestimmt: Wir werden singen. Ich meinte, dass sie das nie schaffen. Da hatte ich mich geirrt und verlor die Wette.“
Zur ersten Probe am 20. Januar 2000 kamen fünf Frauen, Wolfram Spieß war mit dabei, denn sie brauchten ja einen versierten Chorleiter, der mit ihnen übt. Von den fünf Frauen sind drei immer noch dabei: Renate Peters, Brunhilde Dittrich und Marianne Hardow. Bei der ersten Probe ergab sich ein großes Problem. Wolfram Spieß war Lehrer für Mathematik und Physik, Chorleiter war sein Hobby, er war dafür nicht ausgebildet und hatte noch nie einen Frauenchor geleitet. „Ich sang einen Ton vor, die Frauen konnten den nicht nachsingen – weil: Ich wusste doch nicht, dass Männer eine ganze Oktave tiefer singen“, berichtet der Chorleiter. Aber mit Hilfe des Klaviers und mehrerer Proben wurde dieses Problem behoben.
Ilona Möhl ist seit der zweiten Probe aktiv im Chor. Sie führt die Chronik. „Ilona ist ein großer Gewinn für uns, sie kann gut singen, kennt als ehemalige Grundschullehrerin viele Lieder, kümmert sich um Organisatorisches und vertritt den Chor nach außen“, findet Wolfram Spieß lobende Worte für sie.
Natürlich ist Wolfram Spieß stolz darauf, dass der Chor seit zehn Jahren erfolgreich ist, zurzeit sind 25 Frauen in ihm aktiv. Das Jubiläum wird am 5. November gefeiert, gemeinsam mit De Wesenbarger Burgsängers, deren Chorleiter Wolfram Spieß ebenfalls ist. Warum kommen die Frauen immer wieder zu den Proben, die donnerstags um 19 Uhr in der Wesenberger Schule stattfinden, und zu den Auftritten, geben Freizeit dafür hin? „Sie sind im Chor, um Geselligkeit zu genießen und um dabei zu singen. Ganz wichtig ist, dass es Spaß macht“, sagt Wolfram Spieß dazu. Und sie genießen auch die gemeinsamen Auftritte mit den Burgsängers. Und der Chor ist ein sozialer Organismus, ergänzt er. Das zeigt sich zum Beispiel darin, dass der ganze Chor bei runden Geburtstagen seiner Mitglieder immer dabei ist.
Quelle: Nordkurier vom 23.10.2010




