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Rettungslücke soll geschlossen werden
Mecklenburg-Strelitz. Zweieinhalb Wochen nach einer Veröffentlichung des Nordkurier über Mängel im Rettungsdienst des Landkreises hat die Kreisverwaltung reagiert.
Im Mittelpunkt der Recherchen der Strelitzer Zeitung hatte der Notarztstandort Wesenberg gestanden, bei dem es gravierende Besetzungsprobleme seitens des DRK gegeben hatte, ohne dass die Verantwortlichen im Fachbereich Ordnung und Sicherheit der Kreisverwaltung offenbar davon wussten.
Diese hatten in einem Interview mit unserer Redaktion erklärt, es gebe keinen Anlass zu der Vermutung, der Leistungserbringer sei mit seiner Aufgabe in Wesenberg überfordert. Wie Fachbereichsleiter Klaus-Peter Kühnlein nun gestern mitteilen ließ, sei der Landkreis den kritischen Hinweisen nachgegangen und habe die Besetzung der Wache Wesenberg überprüft. Anschließend habe es eine Auswertung mit der Geschäftsführung des DRK-Kreisverbandes gegeben. „Abgesehen davon, dass eine Notarztversorgung zu jeder Zeit über Neustrelitz gesichert ist, wurde in dem Gespräch noch einmal festgelegt, dass die Wesenberger Wache vertragsgemäß jede Nacht zu besetzen ist“, teilte Kühnlein mit. Auf landesgesetzlich vorgeschriebene Hilfsfristen ging der Fachbereichsleiter bei seinem Verweis auf Neustrelitz nicht ein.
Eine Ausnahmegenehmigung vom Schweriner Sozialministerium gestattet es, dass die Wache zwingend nur nachts besetzt sein muss, tagsüber wird für diesen Bereich auf die Luftrettung zurückgegriffen. Allerdings hatten Dienstpläne des DRK ausgewiesen, dass beispielsweise für Oktober durchschnittlich nur jede zweite Nacht ein Notarzt in Wesenberg bereit stehen würde.
Quelle: Nordkurier vom 23.10.2010




