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Endspurt bei Sanierung des Rathauses


Wesenberg. Der Regen hat das Erdreich aufgeweicht. Wer zur Baustelle vordringen will, muss sich den Weg über matschige, holprige Sandberge bahnen.

 

Modder klemmt sich unter die Stiefel. Noch ein großer Schritt, dann ist die Seitentür erreicht. Schnell über ein Brett balanciert, und plötzlich findet sich der Besucher in einer niegelnagelneuen Umgebung wieder - im freundlich und hell gehaltenen Eingangsbereich des Wesenberger Rathauses. Die Sanierung im Innern ist weit fortgeschritten, während die Vorderfront noch immer mit Gerüsten verbaut ist. Doch auch für das unwegsame Gelände auf dem Hof sind die Tage gezählt. Eine Gartenbaufirma hat gestern mit der Gestaltung des Außenareals begonnen.

Innen fällt zunächst die schmucke Holztreppe ins Auge, die sich vom Erdgeschoss bis ins zweite Stockwerk windet. Während unten Torsten Krüger, Mitarbeiter der Malerfirma Krüger aus Klein Trebbow, die Rolle über Kopf schwingt, um die Decke zu weißen, haben in den Stockwerken darüber die Fliesenleger das Sagen. "Nächste Woche noch ein paar Tage, dann sind wir erstmal fertig", berichtete Carsten Krüger von der Reinke Fliesenfach GmbH in Altentreptow. Gemeinsam mit seinem Kollegen Jens Pahnke widmete er sich gestern dem Treppenflur, dessen Fußboden mit großformatigen hellbraunen Fliesen ausgestaltet wird. Ein dritter Kollege hatte derweil im Sanitärbereich sein Tun. Auch hier ist der vordergründige Ton der Fliesen braun, abgesetzt mit gelb.

Der große Bürgersaal im ersten Stock ist weitgehend fertiggestellt. Aber sämtliche Türen fehlen noch. Erst wenn diese eingesetzt sind, werden auch die Fliesenleger noch einmal Hand anlegen und Restarbeiten verrichten.

Ganz oben, im zweiten Stockwerk, soll eine Ausstellungsfläche entstehen. Die vielen kleinen runden Fenster, die wie Bullaugen anmuten, verleihen dem langgestreckten Raum, das gewisse Etwas. Angedacht ist hier eine kombinierte Nutzung, berichtete Bürgermeister Helmut Hamp (BfW), der selbst schon sehr gespannt ist, wie die Gestaltung der Räume letztendlich wirkt. "Es geht einem so wie jedem Häuslebauer", sagte das Stadtoberhaupt. "Die Bemusterung ist das eine, wenn die Gesamtheit fertig ist, muss man sehen, wie gut alles geworden ist." Dann sei es ganz normal, dass immer noch ein paar Ecken auftauchen, an denen etwas zu ändern ist. "Aber wir hoffen mal, dass die Planungen so gut waren, dass es nur wenige solcher Ecken gibt."

Die Fertigstellung des Rathauses ist noch für dieses Jahr geplant. "Wir wollen auch die Übergabe noch in diesem Jahr machen", kündigte Helmut Hamp an. Zur Art und Weise sowie dem genauen Termin wolle man sich bei der Hauptausschusssitzung am Montag, dem 15. November, verständigen. 

 

Quelle: Nordkurier vom 06.11.2010




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