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Bach wird verlegt und Seen werden tiefer


Mirow. Der Alte Havelbach am Zotzensee bei Mirow soll in seinem südlichen Abschnitt auf einer Länge von etwa 800 Metern an den westlichen Rand der sogenannten Viertwiese verlegt werden.

 

Das teilte das Müritz-Nationalparkamt mit. Es sei vorgesehen, bei der Verlegung vorhandene Grabenabschnitte zu nutzen. Außerdem solle die sogenannte Sohlschwelle "Säfkow" so umgestaltet werden, dass der Wasserstand im Ablaufgraben der Säfkowseen und damit auch in den umliegenden Mooren um etwa 30 Zentimeter steig.

Den Hintergrund des geplanten Eingriffs in die Landschaft erklärte Nationalpark-Sprecher Hendrik Fulda: Seit der Reaktivierung des Alten Havelbaches im Jahr 2003 im Rahmen des EU-LIFE Projektes "Moore und Große Rohrdommel an der Oberen Havel" hat sich gezeigt, dass eine Unterhaltung des Gewässers im südlichen Abschnitt kaum möglich ist. Der Bach ist durch die Wiedervernässung mit Technik kaum erreichbar. Die Pflege ist aber notwendig, um die im Renaturierungsplan festgestellten Wasserstandshöhen zu gewährleisten. Andernfalls könnte der Grundwasserpegel in der Siedlung am Umspannwerk zu hoch steigen. Außerdem sind für eine optimale Wiedervernässung der Moore im Bereich der Säfkowseen höhere Wasserstände wünschenswert, weil es sich um sehr wertvolle Feuchtgebiete handelt.

Die Bauarbeiten sollen Mitte November beginnen und noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die Kosten für das Projekt liegen bei 80 000 Euro und werden je zur Hälfte durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte und das Nationalparkamt Müritz getragen.

 

 

Quelle: Nordkurier vom 08.11.2010




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