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Binnenland sagt Küste den Kampf an
Göhren-Lebbin. Binnenland gegen Küste: Die Mecklenburgische Seenplatte hat die Strandgebiete im Land, was die Übernachtungszahlen und Tagesreisen betrifft, laut einer Erhebung aus den letzten beiden Jahren hinter sich gelassen.
Das erklärte der Vorsitzende des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte, Wolf-Dieter Ringguth, zur Eröffnung des 5. Tausend Seenforums am Wochenende in Göhren-Lebbin. Auch bei der Verweildauer der Urlauber spiele die hiesige Region mit 4,2 Tagen im Durchschnitt in der Bundesliga der Tourismusgebiete, so der Vorsitzende weiter. Allerdings, so gab Wolf-Dieter Ringguth zu bedenken, müsse die Tourismusbranche sich anstrengen, um die guten Zahlen auch in Zukunft halten zu können. "Die Entwicklung des Tourismus in den vergangenen 20 Jahren im Land ist eine Erfolgsgeschichte. Nun gilt es, durch positive Merkmale wie Qualität im Service, bei den angebotenen Speisen und den saisonverlängernden Maßnahmen diese Geschichte fortzuschreiben", so Ringguth.
Den Tourismusverband und die Touristiker dabei unterstützen will die Wissenschaft. Im kommenden Frühjahr wird Professor Dr. Mathias Feige, der auch für den Ostdeutschen Sparkassenverband das jährliche Tourismusbarometer herausgibt, ein Tourismus-Leitbild für die Region vorstellen. "Immer weitere Wettbewerber - sprich, neue Tourismusregionen - treten auf dem Markt auf. Nun gilt es, neben kleinen Schritten, wie der Verbesserung der Qualität, auch neue Visionen für den Tourismus zu entwerfen", so der Wissenschaftler. Einen klimafreundlichen Urlaub und neue Angebote in der Nebensaison, nannte er als Stichpunkte. Erste Ergebnisse zum Leitbild stellte Mathias Feige im Rahmen eines Workshops in Göhren-Lebbin vor.
Konzepte jedoch, so führte der Landes-Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) aus, der zum zweiten Mal die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hatte, seien alleine nicht entscheidend. "Ohne die Menschen kann die Tourismusbranche nicht bestehen", so der Politiker. Daher sei er froh, dass Azubis im Hotel- und Gaststättenbereich 100 Euro mehr im Monat bekommen würden und es bei den Angestellten eine Gehaltssteigerung von 1,5 Prozent gebe. Viel Zeit nahm sich der Wirtschaftsminister bei einem Rundgang über die Messe, um mit den 56 Ausstellern ins Gespräch zu kommen.
Quelle: Nordkurier vom 08.11.2010




