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Behelfsbrücke für Herbst 2011 geplant


Mirow. Im Rahmen des geplanten Neubaus der Schleusenbrücke in Mirow wird das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde (WSA) im nächsten Jahr im Herbst damit beginnen, eine Behelfsbrücke zu errichten.

 

Das teilte Amtsleiter Hans-Jürgen Heymann gestern auf Nachfrage des Nordkurier mit. Der darauf folgende Winter solle dann für den Abriss des alten Bauwerkes genutzt werden. "Im Sommer könnten wir uns das nicht erlauben", verwies Heymann auf den starken Sportboot- und Fahrgastschiff-Verkehr in der Müritz-Havel-Wasserstraße. Wie Heymann sagte, ist der Zustand der Schleusenbrücke so schlecht, dass sie ersetzt werden muss. "Sie hat auch ein gewisses Alter erreicht, da werden wir das tun", meinte er. Akute Gefahr bestehe jedoch nicht. "Sonst müssten wir die Brücke ja auch sperren", erläuterte der Amtsleiter.

Gern hätte das WSA sich dem Bauwerk schon früher gewidmet, jedoch mussten einige andere Baumaßnahmen im WSA-Bereich Vorrang haben, weil sie noch dringlicher waren, wie Heymann weiter darlegte. Ab 2012 dann solle mit dem Neubau der Schleusenbrücke begonnen werden. Rund ein Jahr Bauzeit sind aus jetziger Sicht dafür veranschlagt. Die Behelfsbrücke solle nach Absprachen mit dem Straßenbauamt Neustrelitz, die schon einige Zeit zurück liegen, nur für Pkw-Verkehr, Fußgänger, Radfahrer, notfalls Rettungsfahrzeuge ausgelegt sein. Busse, Lkw und anderer schwererer Verkehr solle anders geleitet werden. Hier wolle man sich mit dem Straßenbauamt noch entsprechend beraten. Nach jetzt vorliegenden Schätzungen wird der Neubau der Schleusenbrücke rund 1,5 Millionen Euro kosten. Zwischen Straßenbauamt, das für die Fahrbahn zuständig ist, und WSA wird es eine Kostenteilung geben. Zu welchen Anteilen, darüber müsse man sich ebenfalls noch verständigen, sagte Heymann. Hier gibt es spezielle Verwaltungsentwürfe, an denen man sich orientiere. Das WSA bestätigte, dass die neue Brücke in Absprache mit dem Straßenbauamt auch für schwerere Fahrzeuge ausgelegt sein wird. "Das ist auch ganz vernünftig so", verwies der Amtsleiter auf Notfälle und Umleitungsverkehr, den so eine Brücke auszuhalten habe. "Mit der Umgehungsstraße hat das meiner Meinung nach nichts zu tun", sagte Heymann auf entsprechende Nachfrage des Nordkurier.

Die neue Brücke wird auch etwas breiter werden als der Vorgängerbau, weil sie über einen Rad- und Gehweg verfügen wird. Auch hier gebe es entsprechende Forderungen des Straßenbauamtes, die schon länger zurück liegen.

 

Quelle: Nordkurier vom 17.11.2010




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