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Schulsozialraum: Ein Anfang ist gemacht
Mirow. Noch ist es nur ein Anfang, aber die ersten Spenden für die Umgestaltung des Sozialraums der Mirower Grundschule "Regenbogen" sind bereits eingetrudelt - sehr zur Freude der Fördervereinsmitglieder der Grundschule, der Vertreter der Schulelternschaft sowie nicht zuletzt auch der Schulsozialarbeiterin, die alle zusammen sehr aktiv in der Stadt um Unterstützung für ihr Vorhaben geworben haben.
Nun hatten sie zu einem Vor-Ort- Termin eingeladen, bei dem Spender ihre Zuwendungen übergeben und sich auch gleich selbst ein Bild machen konnten.
Und der erste Eindruck war auch gar nicht so schlecht, wie Dajana Krumm, die einen Scheck der gleichnamigen Gärtnerei überbrachte, feststellte. "Ich dachte, hier hängt noch ,Honi' an der Wand", sagte sie spaßend. Das allerdings ist ganz und gar nicht so. Schließlich haben sich die Mitarbeiter und Aktiven der Schule viel Mühe gegeben, den Raum mit vorhandenen Mitteln notdürftig einzurichten. Dennoch, wenn man bedenkt, dass sich in Spitzenzeiten um die 50 Fahrschüler, die morgens auf ihren Unterrichtsbeginn warten, darin aufhalten müssen, wird der Bedarf einer umfassenden Umgestaltung deutlich. "Wir brauchen mehr Platz und Stühle zum Hausaufgaben erledigen", berichtet Sozialarbeiterin Silke Hirnschall. Ihr schwebt eine zweckmäßige Dreiteilung des Raumes vor: Platz zum Lernen, Platz zum Ruhen, falls mal einem Schüler schlecht wird oder er Kopfschmerzen hat, sowie Platz zum Spielen.
Dies alles soll mit einem Komplettsatz von Möbeln realisiert werden. Dafür haben sich die Vertreter von Förderverein und Schulelternschaft auch schon Konzepte und Kostenvoranschläge bei entsprechenden Schulausstattern besorgt. Das Ansinnen, die alten Schränke in das Konzept einzubeziehen, haben sie verworfen. Insgesamt werden um die 9000 Euro benötigt. Denn das ausgewählte Mobiliar muss speziellen DIN- Normen und Schul- Richtlinien entsprechen. Sich mit gespendeten gebrauchten Gegenständen zu behelfen, wie von Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) zunächst angeregt, sei gesetzlich nicht erlaubt.
Schließlich sagte der Bürgermeister eine Hilfe von 500 Euro zu, überdies übergaben Gerd Zimmermann von der Mirower Wohnungsbaugesellschaft, Andreas Schultz vom Edeka-Markt und Dajana Krumm Spenden. Gerd Zimmermann wollte allerdings auch nicht unerwähnt lassen, dass Bildung eine grundsätzliche Aufgabe der Bundesregierung sei. Sie müsse dafür sorgen, dass die Chancen in ärmeren und reicheren Regionen die gleichen sind, und auch die räumlichen Voraussetzungen zum Lernen schaffen. Das allein den Kommunen zu überlassen, sei nicht gerecht.
Doch noch ist weiteres Geld vonnöten, wenn sich der Traum vom neu gestalteten Sozialraum erfüllen soll. Wer helfen möchte, kann sich unter den Telefon-Nummern 0173 1460694 oder 039833 20271 mit dem Förderverein der Grundschule in Verbindung setzen.
Quelle: Nordkurier vom 19.11.2010




