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Interesse der Bürger geht vor


Wesenberg. Der Wesenberger Bürgermeister Helmut Hamp ist mit sofortiger Wirkung als Vorsteher des Wasserzweckverbandes (WZV) Strelitz zurückgetreten, wie der Nordkurier berichtete. André Gross (Nordkurier) sprach mit dem Woblitzstädter.

 

Was waren Schwerpunkte Ihrer bisherigen Arbeit als Verbandsvorsteher?

Seit mehr als einem Jahr war ich in der Verantwortung als Verbandsvorsteher um eine sachliche, unvoreingenommene und emotionsfreie Arbeit bemüht. Im Zusammenwirken mit der Geschäftsführung und dem Vorstand des WZV konnte das Handeln des WZV wieder auf eine ordnungsgemäße rechtliche Basis gestellt werden. Wesentlich war dabei mein Bemühen um Ausgleich von Interessen im rechtlichen Rahmen.

 

Was hat den Ausschlag für ihren Rücktritt gegeben?

Diesem Bemühen um Ausgleich steht nach meiner Einschätzung der Beschluss der Mitgliederversammlung über die Herstellung eines technischen Entsorgungsgebietes im Bereich Abwasser ab 1. Januar 2011 entgegen. Die Beschlussfassung erfolgte, weil die Bürgermeister der durch die Zusammenlegung bevorteilten Kommunen ohne Rücksicht auf Veränderungen in anderen Kommunen mit ihrer Mehrheit in der Verbandsversammlung diese Entscheidung herbeigeführt haben.

 

Gerieten Sie damit in einen Interessenkonflikt?

Auf jeden Fall. Da ich als Bürgermeister von Wesenberg in vollem Umfang die Interessen dieser Bürger wahrnehmen möchte, ist es mir nicht möglich, gleichzeitig als Verbandsvorsteher des WZV vollinhaltlich den genannten Beschluss umzusetzen. 

 

 

Quelle: Nordkurier vom 20.11.2010




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