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Bauleute legen nach Grabung wieder los
Mirow. Kaum haben die Bodendenkmalpfleger das "Feld" geräumt, sind auch die Bauleute schon wieder am Wirken. Seit Wochenbeginn wird auf dem Schlossvorplatz in Mirow wieder eifrig gebaggert und geschippt.
Mitarbeiter der Firma Baukontor Lange aus Feldberg sind dabei, die Bordsteine zur Begrenzung der Busschleife zu setzen. "Wir wussten ja, dass die Maßnahme archäologisch begleitet wird", erklärte Bauleiter Peter Ortmann. Dass sich die Ausgrabungen etwas hinzogen, war der Tatsache geschuldet, dass die Fachleute tatsächlich fündig geworden sind. So mussten die Bauarbeiten doch eine Woche länger als gedacht ruhen. Dennoch bestehe Hoffnung, dass der geplante Fertigstell-Termin für den Schlossvorplatz, der 17. Dezember, eingehalten werden kann. "Das ist noch realistisch, wenn das Wetter mitspielt", meinte Ortmann.
Von einem ersten Flockenwirbel am gestrigen Tag jedenfalls ließen sich die Mitarbeiter nicht beeindrucken. "Wir versuchen, wenn wir die Rahmen fertig haben, noch die Tragschicht einzubauen", nannte Ortmann die nächsten Schritte. Wenige Minusgrade seien noch zu verkraften. Wenn es kälter wird, gehe aber nichts mehr. Der Bereich zwischen den Rahmen soll gepflastert werden. Verwendet wird Granitpflaster, das in Splitt gelegt wird. Entstehen soll neben Busschleife und Fußwegen im vorderen Teil - in etwa dort, wo die Tanne stand - ein breiterer Gehweg, der Platzcharakter aufweist.
Was die Funde der Bodendenkmalpfleger anbelangt, so konnte einiges aus dem Erdreich geholt werden (Der Nordkurier berichtete). Herausgestellt habe sich aber auch, dass der wesentliche Teil der Siedlung leider doch nicht an der jetzt entsiegelten Fläche zu finden ist, wie Elke Schanz, die zuständige Dezernentin beim Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege, gestern auf Nachfrage berichtete. Indes wird die Auswertung der geborgenen Schätze noch einige Zeit in Anspruch nehmen. "So lange das Wetter offen ist, eilen die Kollegen von einer Grabung zur nächsten", erläuterte Schanz. So war Grabungsleiterin Kornelia Wegner gestern schon wieder bei Löcknitz auf der Suche nach Zeugnissen aus der Vergangenheit. Erst wenn der Frost alle Ausgrabungen unterbindet, werden die Mitarbeiter die Zeit haben, sich der Aufarbeitung der Mirower Fundstücke zuzuwenden.
Quelle: Nordkurier vom 25.11.2010




