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Wesenberg will sich wehren
Wesenberg. Die Stadt Wesenberg will es nicht einfach hinnehmen, dass durch die Zusammenlegung der vier technischen Entsorgungsbereiche im Wasserzweckverband Strelitz die Abwassergebühren im Bereich Wesenberg in die Höhe getrieben werden.
Sie hofft, mit dem Erwirken einer einstweiligen Verfügung, Zeit zu gewinnen. Auch ein Austritt aus dem Zweckverband wird nicht mehr ausgeschlossen.
"Wie sollen wir die Erhöhung unseren Bürgern erklären", sagte Abgeordneter Uwe Gestewitz während der Stadtvertretersitzung am Donnerstagabend in Wesenberg. Er bat darum, dass es während der Sitzung eine Aussprache zum Thema geben solle. Dem stimmten die Abgeordneten zu. Bürgermeister Helmut Hamp (BfW), der wegen des Beschlusses der Verbandsversammlung des Wasserzweckverbandes, den er nicht mittragen konnte, als Verbandsvorsteher zurückgetreten war, kündigte an, sich gemeinsam mit der Bürgermeisterin des ebenfalls benachteiligten Entsorgungsbereiches Feldberg, Constance Lindheimer (SPD), an einen Tisch zu setzen. Er warb bei den Stadtvertretern um ein entsprechendes Mandat.
Hamp legte dar, dass eine einstweilige Verfügung unter Umständen ein möglicher Weg sein könne, das Inkrafttreten des Verbandsbeschlusses am 1. Januar 2011 aufzuschieben. Somit könnten die benachteiligten Entsorgungsbereiche Zeit gewinnen, um weitere Schritte zu erwägen. Ein "Schnellschuss aus der Hüfte" bringe hier nichts, waren sich sowohl der Bürgermeister als auch die Stadtvertreter einig. Sie wollen sich der Thematik in gesonderter Sitzung, voraussichtlich noch im Dezember, noch einmal zuwenden. Zunächst gelte es, den Termin 2. Dezember, 14 Uhr, in Feldberg abzuwarten.
Hamp lud alle Stadtvertreter ein, daran teilzunehmen. Letztlich schließt die Stadt auch einen Austritt aus dem Zweckverband nicht aus. Erstmal gelte es aber, alle Folgen abzuwägen und Möglichkeiten einer anderweitigen Betreibung zu prüfen.
Quelle: Nordkurier vom 27.11.2010




