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Asphaltdecke endet auf halber Strecke
Mirow. Fast hätte es klappen können. Die Bauarbeiter, die den Asphalt auf dem neuen Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Mirow und Lärz aufbringen wollten, waren bereits angereist.
Und sie hatten auch schon losgelegt. Ein gutes Stück Schwarzdecke von der Mirower Seite aus ist bereits fertig gestellt. Manch ein Fahrradfahrer hatte schon eine kleine Probefahrt auf der glatten Piste unternommen - wenn auch auf eigene Verantwortung. Doch auf halber Strecke zwischen Mirow und Lärz war Schluss. Den Bauleuten ist der Wintereinbruch dazwischen gekommen. Die Mitarbeiter der Firma Bunte, Niederlassung Oranienburg, wurden zwischenzeitlich abgezogen und kümmern sich um andere Projekte.
Indes gibt es immer noch Ungewissheit, wo genau der Radweg, der weiter nach Rechlin führt, die Müritz-Havel-Wasserstraße in Lärz queren soll. Schließlich soll die alte Eisenbahnbrücke aus Furcht vor dem großen Unterhaltungsaufwand nicht einbezogen werden (Der Nordkurier berichtete). Die Brücke wird inzwischen vom Verein Kulturkosmos Müritz genutzt, der bereits einige Umbauten bewerkstelligte, um das Bauwerk für den Fußgängerverkehr während des Fusionsfestivals passierbar zu machen.
Im Rahmen des dritten Bauabschnittes beim Radwegebau gilt es nun, im Bereich Lärz eine Anbindung an die Kreisstraße zu schaffen. Laut Straßenbauamtsleiter Jens Krage sieht die Behörde keine andere Möglichkeit, als den Radweg im Brückenbereich ein kleines Stückchen auf der Kreisstraße entlang zu führen. Somit müssen sich die Radfahrer in den laufenden Verkehr einfädeln. Ein Versetzen oder gar Entfernen der auf der Brücke vorhandenen Leitplanken, wodurch seitlich mehr Platz für den Radweg entstehen würde, sei nicht möglich. Es würde riskiert, dass im Falle eines Unfalls Kraftfahrzeuge das Geländer durchbrechen und letztlich im Müritz-Havel-Kanal landen könnten. Im Falle einer späteren Brückensanierung würde allerdings der Platz für den Radweg von vornherein eingeplant, wagte Krage einen Ausblick.
Um die Sicherheit der Radfahrer auf der Kreisstraße dennoch zu erhöhen, werde über eine Geschwindigkeitsreduzierung im Brückenbereich nachgedacht, hieß es.
Quelle: Nordkurier vom 03.12.2010




