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Waldorfschule soll nach Seewalde
Seewalde. Die Dorf Seewalde gGmbH hat beim Bildungsministerium den Antrag gestellt, eine Waldorfschule einrichten zu dürfen.
Räumlichkeiten sind in der ehemaligen Schule, die die gemeinnützige GmbH unter anderem für die Verwaltung nutzt, vorhanden, berichtete Geschäftsführer Thomas Gädeke.
Beantragt wurde, dass die neue Schule mit Beginn des Schuljahrs 2011/12 die Arbeit aufnimmt.
Thomas Gädeke hofft, dass es dafür grünes Licht aus Schwerin gibt. Mit einer Waldorflehrerin aus Berlin wurde bereits verabredet, dass sie in der Seewalder Bildungseinrichtung unterrichtet, wenn die Eröffnung erfolgt. Zwei Mitarbeiter der Seewalde gGmbH verfügen über die geeignete pädagogische Qualifikation, um ebenfalls unterrichten zu können, ergänzt der Geschäftsführer.
Von der Konzeption her ist die Schule als Dorfschule geplant. Das heißt, dass mehrere Klassenstufen in einem Raum unterrichtet werden. Thomas Gädeke erklärt die Vorteile, die er dabei sieht: „Früher galten solche Schulen als rückständig. Die Meinung hat sich gewandelt. Es entwickelt sich ein wertvolles soziales Klima, die Größeren helfen den Kleineren.“ Andererseits seien solche Klassen notwendig, um eine Schule im ländlichen Raum überhaupt betreiben zu können.
Die Dorf Seewalde gGmbH arbeitet eng mit dem Wustrower Bürgermeister (Seewalde gehört zur Gemeinde) Heiko Kruse zusammen, um den ländlichen Raum attraktiver zu machen und so Menschen anzuziehen, die sich ansiedeln. „Wir haben drei große Ziele. Das erste war die Kita, das haben wir schon geschafft, die Einrichtung wurde im Juni dieses Jahres eröffnet“, sagte Heiko Kruse. Zweites Vorhaben ist die Schule. Und dann würden sowohl der Bürgermeister als auch der Geschäftsführer sehr gern wieder einen Arzt in der Gemeinde haben. „Wenn uns das alles gelingt, könnte das die Grundlage dafür sein, dass Wustrow ein Modell für Zukunft im ländlichen Raum wird“, blickt Thomas Gädeke optimistisch nach vorn.
Quelle: Nordkurier vom 06.12.2010




