Informationen
Neuigkeiten
Veranstaltungen
Frage des Monats: Wie erkunden Sie die Kleinseenplatte?
Wettervorhersage
Neuigkeiten im Archiv
Besitzerwechsel Fleether Mühle fast perfekt
Fleeth.Die Fleether Mühle ist veräußert. Zumindest wurde bei der Norddeutschen Grundstücksauktionen AG am zurückliegenden Sonnabend in Rostock der Zuschlag erteilt.
Für 352 000 Euro wechselte das Objekt seinen Besitzer. Ob dies allerdings rechtskräftig wird, hängt noch von der Zustimmung des Insolvenzverwalters sowie der Gläubigerversammlung ab. Darauf machte Heiko Jacobi von der Auktionsgesellschaft gestern im Nordkurier-Gespräch aufmerksam. Bis zu einem halben Jahr könne es erfahrungsgemäß dauern, ehe sich das Gremium positioniert.
Beschädigt durch einen Brand, machte die Fleether Mühle, das Kernstück des rund 70 Hektar großen Areals, einen immer verkommeneren Eindruck. Dennoch gilt das Objekt, das direkt am Fleether Mühlbach gelegen ist, als touristisch höchst interessant. Somit waren es auch einige Bieter, die den Preis in die Höhe trieben. Zum Schluss buhlten vier Kaufinteressierte um den Zuschlag. Diesen erhielt ein Bewerber, der nicht aus der Region stammt. Zur Identität und einem Konzept konnte seitens des Auktionshauses aus Datenschutzgründen nichts gesagt werden. Nur soviel: Der Erwerber strebt eine touristische Nutzung an. "Das gibt die Lage einfach vor", so Jacobi.
Schlimmster Fall wäre es seiner Meinung nach, wenn am Ende alles so bliebe, wie es vor der Auktion war. Denn wenn die Gläubigerversammlung die Zustimmung versagt, weil sie auf höhere Summen hofft, würde das Objekt wohl weitere Jahre brach liegen. Denn der in der Auktion ermittelte Preis sei Verkehrswert, erläuterte Jacobi. Dazu gebe es auch Gerichtsurteile. "Man wünscht sich immer viel für ein Objekt und hätte gern 200 000 Euro mehr, aber letztlich gibt es einen Immobilienmarkt, der die Preise macht", so Jacobi.
Das Mindestgebot für die Fleether Mühle war kurz vor der Auktion von 295 000 auf 265 000 Euro gesunken, weil ein Teilstück aus der Gesamtfläche herausgenommen werden musste. Es handelt sich um den Wohnblock und Geflügelhallen an der Ortseinfahrt zu Fleeth. Wegen Grundschulden konnten diese Bereiche bei der Auktion nicht berücksichtigt werden, hieß es.
Quelle: Nordkurier vom 07.12.2010




