Informationen
Neuigkeiten
Veranstaltungen
Frage des Monats: Wie erkunden Sie die Kleinseenplatte?
Wettervorhersage
Neuigkeiten im Archiv
Regionalvermarktung noch am Anfang
Below. Wunsch und Wirklichkeit der Regionalvermarktung in der Mecklenburgischen Seenplatte war Thema eines Fachgespräches, zu dem der Verein natürlich! Mecklenburgische Seenplatte e.V. und die Region im Markt e.G. Akteure aus Landwirtschaft, Gastronomie, Handel und Wirtschaftsförderung auf den Belower "Gourmethof" eingeladen hatten.
Viele Erzeuger nutzten die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen. Und jetzt, "in den Tagen danach, ist zu spüren, dass sich einige Kooperationen und Aktivitäten anbahnen", schilderte Dr. Renate Strohm von den "Regionalen Allianzen" Müritz-Mecklenburgische Seenplatte.
Aus Franken angereist war die Koordinatorin des Bundesvorhabens "Regionale Allianzen" Ilonka Sindel. Sie erläuterte Ziele und Möglichkeiten des vom Bundesland-Wirtschaftsministerium unterstützten Projektes, in das die Mecklenburgische Seenplatte gemeinsam mit sieben weiteren Modellregionen eingebunden ist. So werden die Akteure in diesen Regionen unterstützt, Netzwerke aufzubauen und untereinander Erfahrungen unter anderem zur Regionalvermarktung auszutauschen. Weiterhin soll gemeinsam eine bundesweite online-Plattform zu Themen der ländlichen Entwicklung erarbeitet werden. Partner und Träger des Vorhabens in der Mecklenburgischen Seenplatte ist der natürlich! e.V..
In der Bestandsaufnahme zur aktuellen Situation in der Regionalvermarktung berichteten unter anderem Birgit Kuhr vom Ziegengut Kraase, Mario Henneberg von den "Hennebergs Burgspezialitäten" und Gerda Lichtenau für den Unternehmensverbund und die Marke "Gutswerk" über ihre Vermarktungswege. Gerade die kleineren Direktvermarkter versuchen sich, ihren Kundenstamm in der Region selbst aufzubauen. Der persönliche Kontakt zum Erzeuger und das Vertrauen in die Qualität des Produktes sind Voraussetzungen, damit am Ende der etwas höhere Preis bezahlt wird. Größere Produzenten wie die der Marke Gutswerk angeschlossene Ölmühle in Varchentin suchen den Kontakt mit dem Lebensmitteleinzelhandel der Region, strecken ihre Fühler aber auch nach Hamburg oder Berlin aus.
Von Seiten der anwesenden Gastronomen wurde berichtet, dass vor allem während der Saison die Nachfrage nach regional erzeugten Speisen nicht ausreichend bedient werden könne. Der Aufwand für die Beschaffung von Zutaten aus dem Umland sei oft sehr hoch.
Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden Lösungsansätze vorgestellt. So unterstützt zum Beispiel das Netzwerk "ländlichfein" Gastronomen bei der Erarbeitung von regionalen Speisekarten. Weitere Schritte sollen in Abstimmung mit den Beteiligten in den nächsten Wochen verabredet werden, heißt es in der Presseerklärung.
Quelle: Nordkurier vom 11.12.2010




