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Roggentiner Wehr steht vor Abmeldung
Roggentin. Die Roggentiner Gemeindevertreter stehen mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren im Gemeindebereich vor schwierigen Entscheidungen.
Auf der jüngsten Sitzung der Abgeordneten in dieser Woche wurde zunächst einmal beschlossen, die Einsatzbereitschaft der Roggentiner Wehr aus Personalnöten offiziell auszusetzen. Der nächste Schritt wäre dann, sie abzumelden.
Dazu soll es aber Ende Januar, Anfang Februar noch einmal eine Runde der Abgeordneten mit den verbliebenen Roggentiner Kameraden und den Führern der Nachbarwehren von Blankenförde und Qualzow geben, wie Roggentins stellvertretender Bürgermeister Thomas Müller dem Nordkurier sagte. "Zumachen kann man eine Feuerwehr schnell, aber sie ist ja nicht nur Feuerwehr an sich, sondern auch Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens im Dorf." Dennoch gibt sich Müller keinen großen Illusionen hin. "Es sieht momentan leider sehr danach aus, dass wir abmelden müssen, es ist einfach keine Substanz mehr erkennbar."
Bereits seit Monaten mussten die Roggentiner Feuerwehrleute der Leitstelle melden, dass sie nicht einsatzbereit sind. Ganze sechs Aktive sind im Dorf verblieben, davon wiederum sind nur zwei in der Woche verfügbar, die übrigen arbeiten auswärts. Historisch gewachsen, war die Roggentiner Wehr aber eigentlich die Hauptfeuerwehr in der Gemeinde.
So lässt sich die Technik auch nicht ohne weiteres nach Qualzow quasi nebenan umsetzen, hier müsste zunächst in ein Gebäude investiert werden, um beispielsweise das Roggentiner Löschfahrzeug unterstellen zu können. Qualzow verfügt über eine sehr aktive, ständig wachsende Wehr, die Roggentiner Einsatzprobleme kennt man hier nicht. Auch die Blankenförder Wehr ist gut aufgestellt.
Quelle: Nordkurier vom 16.12.2010




