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Arbeitsreiche Zeit für die Seelenhirten
Wesenberg. In der Adventszeit und in der Weihnachtszeit, wenn die meisten Menschen die Stille und die Vorfreude genießen, gibt es andere Menschen, die so viel Arbeit haben, dass sie am ersten Feiertag so richtig kaputt sind, wie es der Wesenberger Pastor Torsten Morche umschreibt.
In der Zeit ab Anfang Dezember gibt es im kirchlichen Leben so viele Höhepunkte, dass der Terminkalender der Pastoren mehr als voll ist. "Es ist eine große Herausforderung für mich - aber Ostern fordert mich noch stärker. In der Karwoche gibt es viele verschiedene Anlässe, in der Adventszeit und Weihnachtszeit läuft alles auf einen Punkt zu, das ist leichter zu bewältigen", erklärt Torsten Morche das.
Er zählt die Termine auf. Da ist zum Beispiel das Weihnachtssingen, Vorbereitung und Durchführung sind aufwändig. Er moderiert, es gehen viele Menschen in die Kirche, die sonst nicht kommen. Auch für sie will er die richtigen Worte finden, damit sie sich nicht fremd fühlen, sagt er. Dann gibt es das Mirower Krippenspiel in der Wesenberger Kirche, das heute um 19 Uhr beginnt, den Familiengottesdienst am dritten Advent, den Seniorenadvent, das Basteln für Kinder, Adventsfeiern, das Adventscafé am kommenden Sonntag um 14.30 Uhr in Schillersdorf, vier Gottesdienste und die Christmette am Heiligen Abend...
... Gegen Mitternacht ist Torsten Morche dann zu Hause. Der erste Feiertag ist der Tag der Ruhe für ihn und seine Frau, die in jedem Jahr Kaninchen und Mohnklöße gekocht hat. Am zweiten Feiertag besucht er Kranke und Sterbende. Nachmittags findet die musikalische Weihnachtsandacht statt - mit wenigen Worten aber vielen Liedern, die gemeinsam gesungen werden.
Quelle: Nordkurier vom 17.12.2010




