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Kinder vergnügen sich im Winterwald
Priepert. Die Neustrelitzer Familie Klein gehörte zu den beinahe unzähligen Menschen, die am Sonnabend einen Ausflug zur Prieperter Försterei unternahmen, um sich den oder die richtigen Weihnachtsbäume zu holen.
"Wir brauchen sogar drei Bäume. Einen großen für das Wohnzimmer und zwei kleine für die Stuben unserer Töchter Leonore und Isabell", erzählte Vater Sebastian Klein. Die vier Neustrelitzer suchten sich die Bäume im märchenhaften weißen Winterwald aus und fällten sie dann auch, das ist bei der Prieperter Försterei so üblich. Sebastian Klein hatte extra einen Drei-Meter-Zollstock mitgebracht. So konnte er genau nachmessen, damit der Baum für die 2,90 Meter hohe Wohnung nicht zu groß ausfällt. "Mann kann hier draußen schlecht die Höhe abschätzen", meinte auch Mutter Anke Klein. Sie hatte einen Korb gepackt und Glühwein, Kinderpunsch und Plätzchen mit in den Wald genommen. "Das Weihnachtsbaumholen ist für die ganze Familie ein schönes Ereignis, da gehört das dazu", sagte Anke Klein.
Das Schmücken des Baumes erfolgt bei Familie Klein nach einer festen Tradition, an der die ganze Familie am Heiligvormittag beteiligt ist. Dazu gehört zum Beispiel, dass nicht ein Faden Lametta auf die Zweige kommt. Die Kerzen werden kombiniert - elektrische für tagsüber, bei den Höhepunkten wie der Bescherung und dem Kaffeetrinken am ersten Feiertag werden die klassischen Lichter angezündet, erzählte Sebastian Klein. Geschmückt wird der Baum weiterhin mit Schokokränzen mit Liebesperlen und Glaskugeln. Darunter steht das Krippenspiel aus Holz. "Und Jahr für Jahr hängen wir Goldtaler an die Zweige. Das ist auch eine Tradition. Zu DDR-Zeiten hatten wir solche Taler aus dem Westen, jetzt können wir sie hier selbst kaufen und haben unsere Freude daran", sagte Sebastian Klein verschmitzt.
Das Aussuchen des Weihnachtsbaumes im Wald ist auch eine Sache, die die Kleins schon lange machen. Solche Aktionen veranstaltete in der DDR der Falladaklub, wusste Sebastian Klein, schon seine Eltern beteiligten sich daran. Leonore und Isabell waren im Prieperter Wald auch mit ihren Geschenkwünschen beschäftigt. Isabell möchte zum Beispiel einen Roller haben, den man zusammenklappen kann, um ihn mit in den Urlaub zu nehmen.
Quelle: Nordkurier vom 20.12.2010




