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Nikolaus von Werle überbringt Schlüssel
Wesenberg. Der Türstopper im Torgang fehlt noch, und auch der Fahrstuhl war noch nicht TÜV-abgenommen und somit außer Betrieb.
Aber die Laune der Wesenberger konnte das nicht schmälern. Sie zeigten sich bei der ersten Erkundungstour in ihrem alten, neuen Rathaus am Mittwochabend höchst erfreut über das Geschaffene. Gegen 16 Uhr öffneten sich zum ersten Mal nach der Sanierung die Türen, und alle Räume konnten begutachtet werden: im Erdgeschoss der Bereich des Seniorenclubs, in dem es zur Feier des Tages frisch gebackenen Kuchen gab; in den oberen Etagen das Bürgermeisterbüro, der Sitzungssaal, der kleine Raum für die Garderobe, und natürlich auch die hell und freundlich gestalteten Sanitäranlagen. Alles in allem zeigten sich die Bürger rundum zufrieden. Es wurde sogar schon darüber gemunkelt, auf der Hofterrasse vielleicht auch mal einen Weihnachtsmarkt stattfinden zu lassen...
Aber erstmal stand die Eröffnungsfeierlichkeit im Vordergrund. Und dabei konnten die beiden Wesenberger Chöre schon mal vorfühlen, wie es sich so singt an ihrem künftigen Probenort. Denn die Sängerinnen und Sänger von Woblitzchor und "De Burgsängers" unter Leitung von Wolfgang Spieß erfreuten die Anwesenden mit schwungvoll dargebotenen Weisen, bei denen auch mit eingestimmt werden durfte. Die Gäste hatten sichzum offiziellen Eröffnungsteil um 18 Uhr im Multifunktionsraum oben unter dem Dach eingefunden. Hier war zu Zeiten, als das Rathaus noch Ackerbürgerhaus war, einst Getreide gelagert worden. Die erhalten gebliebenen winzigen rundlichen Fenster verleihen dem Raum einen besonderen Charme. Hier wird auch der Chor künftig seine Proben abhalten können. "Das Haus soll mit Leben erfüllt werden", wünschte Helmut Hamp (BfW), der an diesem Tag manche Freudenträne wegrücken musste. "Toll", meinte denn auch Christin Albrecht, die sich mit ihren beiden Töchtern Hannah (6) und Jette (3) im Haus umsah. Besonders beeindruckt zeigte sie sich, "dass alles so neu aussieht, obwohl es sich um ein altes Gebäude handelt". Natürlich durfte auch Stadtbegründer Nikolaus von Werle nicht fehlen, der gleich mit Gefolge kam und dem jetzigen Stadtoberhaupt feierlich den symbolischen Schlüssel überreichte - begleitet von einem wahren Foto-Blitzlichtgewitter, das die Akteure m historischen Gewand beinahe aus dem Konzept gebracht hätte - aber auch das tat der guten Laune keinen Abbruch. Bei Erbsensuppe und Bockwurst, die es zur Feier des Tages für alle kostenlos gab, klang der Abend bei angeregten Gesprächen gemütlich aus.
Quelle: Nordkurier vom 24.12.2010




