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Stadtbibliothek zieht ins Familienzentrum


Mirow. Die Mirower Stadtbibliothek zieht von der Grundschule „Regenbogen“ in das Familienzentrum. Das Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) jetzt angekündigt.

 

Unter anderem soll dadurch gewährleistet werden, dass die Bücherei weiter existiert, wenn die Bibliothekarin Gudrun Rechlin in zwei Jahren in den Ruhestand geht, erklärte der Bürgermeister. 

Die Vorkehrungen für den Umzug sind schon getroffen, berichtet Edda Augustin, Leiterin des Familienzentrums e. V.: „In unserem Saal wird an der Rückwand eine Bücherschrankreihe aufgebaut, die abschließbar ist. Denn die Bücher und anderen Medien dürfen nicht bei jeder Veranstaltung frei zugänglich sein.“ Wann genau der Umzug erfolgt, stehe noch nicht fest.

Die Schränke seien bereits gekauft, die finanziellen Mittel dafür stellte nach Anfrage das Sozialministerium zur Verfügung. Edda Augustin nennt als weiteren Grund für den Umzug, dass der Raum, in dem sich die Bibliothek jetzt befindet, gebraucht würde. Denn die Wesenberger Schule bietet in Räumen der Mirower Grundschule das „Produktive Lernen“ an und brauche dafür mehr Platz. „Unser Familienzentrum ist eine gute Adresse für die Bücherei, hier kommen so viele Mirower her – von Kindern bis zu Senioren –, die die Bibliothek nutzen können“, unterstreicht Edda Augustin. Sie hat sich die Bücherei schon angesehen. Weil die Stadt nur wenig Geld habe, seien in letzter Zeit nur wenig Medien hinzu gekommen. Die Leiterin des Familienzentrums will sich dafür einsetzen, dass die Bestände aufgefrischt und erweitert werden.

Der Umzug der Einrichtung sei nicht das einzige große Vorhaben des Familienzentrums. Sobald der Frost aus dem Boden ist, werde ein neuer Haupteingang gebaut, Fördermittel dafür seien zugesagt. Vor den Bauarbeiten erfolge vorher der Abriss des alten Verbindungstraktes. Es entstehen der neue Eingang, ein größerer Vorraum mit Garderobe und Sanitäranlagen – alles behindertengerecht, zählt Edda Augustin auf. Für wichtig an diesem Vorhaben hält sie auch, dass durch den neuen Haupteingang die Saalbesucher, die zum Mittag essen oder zu den unterschiedlichen Senioren- Zirkeln kommen, nicht mehr durch den Kita-Bereich im Gebäudetrakt gehen müssen. Das gleiche trifft auch zu auf Leute, die sich den Saal für unterschiedliche Veranstaltungen mieten. Im vergangenen Jahr wurde die Betreuungskapazität des Familienzentrums durch Baumaßnahmen von 100 auf 128 Kinder erhöht. Auch diese Kapazität reiche mittlerweile nicht mehr aus. „Wir denken über eine weitere Erweiterung nach, wir lassen als gemeinnützige Einrichtung keinen draußen stehen“, erklärt Edda Augustin zu diesem Thema.

 

 

Quelle: Nordkurier vom 05.01.2011




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