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Wustrower sorgenfrei, aber nicht wunschlos
Wustrow. Was den Haushalt anbelangt, so können die Wustrower relativ sorgenfrei in das begonnene Jahr blicken, was allerdings "nicht bedeutet, dass das Geld mit vollen Händen rausgeworfen werden soll", wie Bürgermeister Heiko Kruse (EfW) im Nordkurier-Gespräch erklärte.
Wie es allerdings in den Folgejahren, sprich ab 2012, um die Finanzausstattung bestellt ist, vermochte das Gemeindeoberhaupt noch nicht zu sagen. Das hänge von den Zuweisungen ab und davon, wieviel die Gemeinde erwirtschaften könne. Beispielsweise gebe es in Canow und Wustrow Bauland in Gemeindehand, potenzielle Einnahmequellen. Dennoch ist die Gemeinde bei der Umsetzung ihrer Vorhaben weiter auf Fördermittel angewiesen. Und weil die nicht flossen, mussten schon in 2010 einige Projekte zurück gestellt werden, die nun im Vorhabenplan für 2011 auftauchen.
So sollen für die Erneuerung des Gehweges in Drosedow erneut Gelder beantragt werden. Ebenso wird abermals ein Fördermittelantrag für den Feuerlöschteich in Neu Canow gestellt. Am nächsten Montag ist diesbezüglich eine Beratung im Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte angesetzt, bei der über die Fördervorhaben der Kommunen beraten wird, informierte Kruse.
Mit ins neue Jahr "geschleppt" wird auch der Ausbau des Badestrandes in Canow, der bereits im zurückliegenden Herbst realisiert werden sollte. Doch die regionalen Handwerker waren anderweitig eingespannt, hinzu kam der frühe Wintereinbruch, so dass nun auf geeignetes Wetter gewartet wird, um mit der Gestaltung der Steilküste, wo unter anderem eine Treppe angedacht ist, loszulegen. Der Auftrag sei auf jeden Fall vergeben, erläuterte das Gemeindeoberhaupt.
Kurz vor dem Abschluss steht die Herrichtung der Begegnungsstätte im einstigen Schulgebäude, bei der auch viele freiwillige Helfer Hand angelegt haben. So wurde gemalert, gespachtelt, repariert, vieles in Eigenregie, so wie jeder konnte. Für diese unentgeltliche Unterstützung möchte der Bürgermeister allen Beteiligten danken. Spätestens im März - sobald letzte Handwerkerleistungen erbracht sind - solle die Begegnungsstätte übergeben werden, hofft Kruse. Tische und Stühle wird ein befreundeter Verein aus dem Pasewalker Raum beisteuern. Eine kleine Küche wird vom Neustrelitzer Küchenstudio Thomas Arndt gesponsert, verriet der Bürgermeister in Vorfreude.
Bewegung gibt es indes auch in Sachen Feuerwehr. Bereits im Dezember wurde Andreas Schock zum neuen Wehrführer gewählt. Er löst damit Andreas Grothe, der aus beruflichen Gründen das Amt niederlegte, ab. In diesem Jahr soll nun auch ein Förderantrag für die Anschaffung eines neuen Feuerwehrautos gestellt werden. Der Fuhrpark der Wustrower besteht längst aus Oldies, Baujahr 63 und 67 sind die beiden Fahrzeuge, die das Gerätehaus belagern. Zumindest eines soll ausgetauscht werden. Die erforderlichen rund 120.000 Euro kann die Gemeinde allein nicht stemmen. "Wir hoffen auf eine Zwei-Drittel-Förderung von Land und Kreis", so Kruse.
Quelle: Nordkurier vom 06.01.2011




