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Fazit nach einem Jahr Amtszeit in Mirow und Ausblick


Mirow. Seit eineinhalb Jahren ist Karlo Schmettau (FDP) in Amt und Würden. Und er sieht das zurückliegende Jahr, das erste, das er als Bürgermeister ganz begleitete, als ein gutes an.

 

"Wir hatten seit langem wieder einen ausgeglichenen Haushalt und kamen ohne Neuverschuldung aus", resümiert das Mirower Stadtoberhaupt, das nicht unerwähnt lässt, dass sein Vorgänger Norbert Pape (CDU) die Weichen dafür gestellt hat. Aber 2010 war für Mirow auch ein ereignisreiches Jahr. Mit dem Bau der Fleether Brücke, der Eröffnung des "3 Königinnen Palais", dem Bau der städtischen Toilette, der Marktplatzgestaltung, die zum Abschluss kam und gleich wegen der Biergarten-Umzäunung für Wirbel sorgte, mit der Neugestaltung des Eingangsbereiches aus Richtung Wesenberg und vielem mehr hat sich in Mirow so einiges getan. Und manchmal waren es nur ganz kleine Dinge, die für einen positiven Effekt sorgten: etwa die Steine, die vor dem Friedhof zur Markierung platziert wurden, wie der Bürgermeister darlegt. Und die Stadt Mirow habe trotz ihrer Investitionen noch gespart, meint Schmettau, da alle Investitionen mit Fördermitteln realisiert wurden. Im Wissen, dass diese in den nächsten Jahren sicher weniger werden, setzt Schmettau auf die Devise: "Was wir jetzt nicht hinbekommen, schaffen wir nie." Und wenn er für eine Sache brennt, dann läuft er los und versucht, wie weit er kommt, verdeutlicht er. Und manches Mal schaffte er es, mit seinem "jugendlichen Leichtsinn" Dinge die festgefahren oder aussichtslos erschienen, in Bewegung zu bringen. So wird das neue Feuerwehrgebäude zu 80 Prozent mit Fördermitteln gebaut. Voraussichtlich im März ist Baubeginn, "Der Standort ist ideal. Da kann man schon stolz drauf sein", meint er.

Überhaupt freut sich das Stadtoberhaupt auf ein "tolles Jahr 2011", in dem auch kulturell einiges geboten wird. Denn 2011 ist Königin-Sophie-Charlotte-Jahr mit vielen Veranstaltungen rund um die "Queen" von Großbritannien. Bautechnisch entstehen die Biogasanlage, ein Solarpark. Die Stadtvertretung hat beschlossen, die Straßenlampen und Bürgersteige in der Strelitzer Straße zu erneuern - sofern der Haushaltsentwurf so bestätigt wird. Die Sanierung der Seeuferstraße in Granzow und die Abgrenzung, die am Strandbad Mirow errichtet werden soll, um Gras- und Sandfläche besser zu trennen, sind weitere Projekte im laufenden Jahr - so die Fördermittel fließen. Mit dem Haushalt will die Stadt im Februar bereits zum Beschluss kommen, um die vielen Vorhaben in Angriff nehmen zu können.

Dass die Fassade des Unteren Schlosses so trist und grau aussieht, ist indes vielen Mirowern ein Dorn im Auge, gerade jetzt, wo der Schlossvorplatz gestaltet wird. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises hat Karlo Schmettau nun eine Idee geboren, nämlich die Schlossfassade mit bedruckten Tüchern zu verhüllen. "Wir haben erst überlegt, ob man die Vorderfront wenigstens mal überstreichen kann, aber das ist nicht möglich und wird auch nicht gefördert", erklärt er. Da sei die Idee mit dem Textilmaterial aufgekommen, das dem herrschaftlichen Gemäuer, mit der Schlossansicht bedruckt, für mehrere Jahre ein gepflegtes Antlitz geben könnte. Einen Kostenvoranschlag hat der Bürgermeister schon vorliegen. Allerdings ist alles nur eine Idee, die geprüft werden muss.

 

 

Quelle: Nordkurier vom 11.01.2011




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