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Der 100. Frauentag wird besonders gefeiert


Wesenberg. In diesem Jahr gibt es den Internationalen Frauentag seit 100 Jahren. Das ist für die 16 Mitglieder der Ortsgruppe Wesenberg des Demokratischen Frauenbundes e. V. (dfb) ein Grund, diesen Tag in diesem Jahr besonders zu begehen:

 

Am 7. März findet die Feier in der Woblitzgaststätte statt, berichtet Sigrid Richter, Vorsitzende der Wesenberger dfb-Ortsgruppe. Wer daran teilnehmen möchte, kann sich während der Sprechtage der Ortsgruppe dienstags und donnerstags jeweils von 14 bis 16 Uhr anmelden.

Die grundlegende Sanierung des Wesenberger Rathauses ist zwar noch nicht komplett abgeschlossen, die dfb-Ortsgruppe ist aber dennoch wieder eingezogen. Im Erdgeschoss gibt es für sie, die AWO und den Seniorenclub einen großen Raum und eine neue Küche. "Wir dürfen aber auch den Sitzungssaal im ersten Stock nutzen, falls es Überschneidungen gibt oder ein paar Leute mehr kommen. Wir sind froh, dass uns die Stadt hier so gute Möglichkeiten für unsere Arbeit gibt", unterstreicht Renate Kosche, die Sigrid Richter nach Kräften unterstützt.

Die Ortsgruppe bildete sich zum Internationalen Frauentag im Jahr 2003. Sie musste schon einige Male umziehen. Zunächst trafen sich die Frauen im Keller der DRK-Kita, weitere Sitze waren der Jugendclub, das Feuerwehrgebäude, das noch unsanierte Rathaus und während der Bauarbeiten das "Hinterzimmer" des Bürgermeisters schräg gegenüber am Markt. Manch anderer Verein wäre bei so vielen Umzügen wohl wieder auseinander gefallen. "Wir aber nicht. Die Leute stehen hinter uns, weil sie wissen, dass bei uns immer etwas auf die Beine gestellt wird", betont Sigrid Richter. Und das Angebot ist wirklich enorm. Montags treffen sich 33 Frauen und Männer zu Skat und Rommee, dienstags frönen neun Leute dem Kartenspiel. Ab April werden mittwochs wieder Radtouren unternommen. Donnerstags ist von 15 bis 16 Uhr "Kreativ-Nachmittag" angesagt.

Hinzu kommen besondere Termine wie zum Beispiel der gerade erfolgte Premierenbesuch bei der Kellerbühne FreiGespielt in Mirow oder der Ausflug von 40 Leuten zur "Grünen Woche" in Berlin. Zwei mal im Jahr fahren zwei Reisegruppen mit jeweils 40 Teilnehmern zur Kur, bisher immer nach Kolberg (Polen), in diesem Jahr erstmals nach Marienbad (Tschechien). Zum Muttertag am 8. Mai ist ein Ausflug nach Golchen zum Komödianten "Bauer Korl" geplant. Für die Adventsgala im Müritz Hotel Klink sind nur noch 20 von 120 Plätzen frei. Wer sich für all das interessiert, ist beim dfb gern gesehen.

"Die Leute stehen hinter uns, weil sie wissen, dass wir immer etwas auf die Beine stellen."

Der Internationale Frauentag blickt mittlerweile auf eine hundertjährige Tradition zurück. Er entstand im Kampf um Gleichberechtigung und Wahlrecht für Frauen. Initiiert durch Clara Zetkin (1857-1933) fand der erste Internationale Frauentag am 19. März 1911 statt. Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligten sich. Die Wahl dieses Datums sollte den revolutionären Charakter des Frauentages unterstreichen. Der 18. März war der Gedenktag für die Gefallenen in Berlin während der Revolution 1848. In den folgenden Jahren wurde der Internationale Frauentag jährlich zwischen Februar und April begangen. Die Festlegung des Internationalen Frauentages auf den 8. März erfolgte 1921 durch Beschluss der 2. Kommunistischen Frauenkonferenz. Damit sollte an den Textilarbeiterinnen-Streik in Petersburg erinnert werden.

 

 

Quelle: Nordkurier vom 25.01.2011




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