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Mirow kann Haushalt ausgleichen


Mirow. Mirow hat zum dritten Mal in Folge einen ausgeglichenen Haushalt, den die Stadtvertreter bei ihrer Sitzung am Donnerstagabend beschlossen.

 

"Die Stadtvertreter, die schon seit vielen Jahren wie ich dabei sind, haben schon gar nicht mehr geglaubt, dass wir da einmal hinkommen. Denn die Jahre davor schlitterten wir von einer Haushaltssperre in die nächste", sagte Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP). Gleichzeitig bedankte er sich herzlich für die hervorragende Arbeit der Kämmerin Kerstin Koch, die zum letzten Mal bei einer Stadtvertretersitzung dabei war und sich verabschiedete. Sie wechselt nach Neubrandenburg. "Wir haben Tränen in den Augen, weil sie weggeht. Sie hat durch ihre unermüdliche Arbeit und große Konsequenz einen sehr großen Anteil daran, dass unser Haushalt heute so gut dasteht", ergänzte Frank Rahn (AMB).

Als positiv sieht der Bürgermeister ebenfalls an, dass die Rücklagen der Stadt im vergangenen Jahr um rund 77.000 Euro auf genau 437.697,76 Euro aufgestockt werden konnten. Die Gewerbesteuer, die die Stadt einnahm, erhöhte sich von 160.000 Euro im Jahr 2009 auf 440.000

Euro im vergangenen Jahr. Eine Ursache dafür sind die im vergangenen Jahr direkt an der B 198 eröffneten Supermärkte. "Das ist alles in allem eine gute Entwicklung. Und wir können auch froh sein, dass uns das Glück zuspielt", fasste Karlo Schmettau das Thema Haushalt zusammen.

Dass dennoch der Sparwillen der Stadtvertreter ungebrochen ist, bewies die anschließende Diskussion um den Verfügungsfonds, über den der Bürgermeister frei bestimmen kann. Das Stadtoberhaupt hatte ob des ausgeglichenen Haushalts überlegt, diesen Fonds von 500 auf 1500 Euro zu erhöhen. Karlo Schmettau wollte beweglicher sein, wenn zum Beispiel ein Verein in finanzieller Bedrängnis eine kleine Summe benötigt. Die Erhöhung allerdings lehnte die Mehrheit der Stadtvertreter ab.

Der Bürgermeister berichtete, dass der Verkauf des Heizhauses der Stadt "klemmt". Der Investor, der den Zuschlag erhielt, habe die Kaufsumme noch nicht überwiesen. Wenn das in den nächsten zwei Monaten nicht erfolge, werde er verklagt, die Verluste und Zinsen an die Stadt zu zahlen. "Ich denke aber, dass dieses Problem in zwei Monaten erledigt ist. Wenn nicht, gehen wir auf einen der anderen vier Bewerber zu", erklärte der Bürgermeister den Stadtvertretern und Gästen der Sitzung.

 

 

Nordkurier vom 12.02.2011




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