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Erster Fotonachweis eines Wolfes


Landkreis Müritz. Nach dem Übergriff eines Wolfes auf eine Rentierherde Ende Januar im Landkreis Müritz wurde das betroffene Gehege gesichert. Zudem wurde eine Fotofalle installiert.

 

Fotofalle Wolf MüritzkreisMitte Februar „ging“ der Wolf in unmittelbarer Nähe des Zaunes in die Fotofalle. Die belegt einerseits, dass der Wolf weiterhin im Gebiet anwesend. Andererseits ist dies Foto auch ein Nachweis dafür, dass die durch die Halter getrof-fenen Schutzmaßnahmen offenbar wirksam sind, denn Tie-re wurden nicht angegriffen.

 

Im Rahmen des Fotofallen-Monitorings arbeitet das Land M-V eng mit dem WWF Deutschland zusammen, der dem Land mehrere dieser Geräte finanziert hat. Mit einer dieser Kameras gelang der aktuelle Nachweis.

 

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbrau-cherschutz M-V bittet erneut darum, dass Tierhalter in der Region erhöhte Aufmerksamkeit walten lassen und ent-sprechende Sicherheitsvorkehrungen treffen.
Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie bie-tet den Tierhaltern der Region eine individuelle Beratung vor Ort zu Maßnahmen des Herdenschutzes vor dem Wolf an. Diese ist für die Halter kostenlos.

Bitte wenden Sie sich dazu an poststelle@lung.mv-regierung.de bzw. die Fax-Nr. 03843-777 9215. Ein Faltblatt mit Hinweisen zum Schutz von gehaltenen Tie-ren vor dem Wolf, zum Vorgehen im Schadensfall sowie mit Kontakten zu den Rissgutachtern des Landes ist im In-ternet unter www.lu.mv-regierung.de unter der Rubrik Publikationen – Naturschutz und Landschaftspflege veröffentlicht.

 


Ministerium weist Gerüchte vom verletzten Wolf zurück


Die in verschiedenen Medienberichten geäußerte Vermutung, dass es sich bei dem Mitte Februar im Landkreis Müritz durch eine Fotofalle abgelichteten Wolf um einen verletzten Wolf mit fehlender linker Pfote handele, weist das Ministerium zurück.

Weitere vorhandene Bilder der Fotofalle belegen eindeutig, dass der Wolf abwechselnd beide Vorderbeine als Standbein nutzte und insofern keine derartige Verletzung vorliegen kann. Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus empfiehlt den Landwirten in der betroffenen Region dringend, von dem Beratungsangebot der Behörden zum Schutz der Tiere Gebrauch zu machen und warnt gleichzeitig vor Panikmache. Bei entsprechenden Präventionsmaßnahmen sei ein konfliktarmes Nebeneinander möglich.

 

Quelle: Pressemitteilung Ministerium für Landwitschaft, Umwelt und Verbraucherschutz vom 01.03.2011 




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