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Die Bürgerinitiative will lauter werden


Mirow. "Unsere nächsten Maßnahmen werden lauter und deutlicher werden, um besser auf den Missstand hinzuweisen - es geht und geht nicht weiter mit der Umgehungsstraße", erklärt Marian Lopuszanski, Sprecher des Umgehungsstraße Mirow e. V., im Namen des Vorstands zur weiteren Vorgehensweise des Vereins.

 

Dabei setze der Vorstand aber zum Beispiel nicht darauf, die Straße mit Strohballen zu verbarrikadieren, wie es einzelne Mirower vorgeschlagen hätten. Der Verein besteht mittlerweile seit einem Jahr und hat aktuell 74 Mitglieder. Der Vorstand habe den Eindruck, dass der Bau der Ortsumgehung durch Politik und Behörden immer wieder verzögert werde. Als ein Beispiel nennt er den ehemaligen Wirtschaftsminister Otto Ebnet (SPD). Er habe 2006 zugesagt, dass 2008 der Bus der Ortsumgehung gestartet werde. Dementsprechend müssten sich die Bauarbeiten jetzt in der Schlussphase befinden. Zur Dringlichkeit, jetzt massiv weiter am Ball zu bleiben, erklärt Marian Lopuszanski: "Wenn wir das jetzt nicht durchsetzen, haben wir für immer verloren."

Zu den kommenden Demonstrationen - an jedem ersten Donnerstag im Monat um 18 Uhr mit Treffpunkt in der Schulkurve - will der Verein Politiker einladen, um klar und deutlich auf die mit der fehlenden Ortsumgehung verbundenen Probleme aufmerksam zu machen. So sei beispielsweise die Einladung an Erwin Sellering (SPD), Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, zum Termin der nächsten Demonstration bereits verschickt worden.

Marian Lopuszanski erinnert sich noch gut daran, dass sich vor einem Jahr spontan Mirower, die an der B 198 wohnen, frühmorgens auf dem Markt zur Demonstration auf dem Markt trafen. Vorher hatten sie Transparente gemalt. Dann gingen sie in Richtung Schulkurve. Auf dem Fußgängerschutzweg stehend, machten sie die Straße dicht. "Das war natürlich gefährlich. Darum meldeten wir die nächsten Demos an und beantragten die Sperrung der B 198 für jeweils eine halbe Stunde. Künftig wollen wir immer 45 Minuten beantragen", berichtet der Sprecher im Auftrag des Vorstands.

Natürlich haben die Vereinsmitglieder Visionen, die sie immer wieder für die möglichst zügig zu verwirklichende Ortsumgehung eintreten lassen, unterstreicht Marian Lopuszanski, der schon einmal miterlebte, wie eine Stadt gewinnen kann, wenn der Lkw-Verkehr an ihr vorbeigeleitet wird. "Als wir noch in Marienberg im Erzgebirge lebten, wurde dort gerade die Umgehung gebaut. Jetzt gibt es wieder ein Innenleben in der Stadt, alles hat gewonnen, auch das Gewerbe. Das Geld wurde nicht mehr zurückgehalten, Investitionen erfolgten, das Stadtbild wurde eine Augenweide", schildert der Sprecher des Vereins.

Auch für Mirow können sich die Vereinsmitglieder sehr gut vorstellen, dass sich die Stadt schöner wird, Häuser an der B 198 saniert und wieder bewohnt werden, wenn die Lärm- und Abgasbelästigung vorbei ist. "Dann können die Eltern ihre Kinder zum Beispiel zum Brötchenholen in die Stadt schicken. Wem würde das heute einfallen", meint Marian Lopuszanski.

 

 

Quelle: Nordkurier vom 09.03.2011




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