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Diskussionen um Wesenberger Haushalt


Wesenberg. Dort tagten die Wesenberger Stadtvertreter noch nie: Am Donnerstagabend versammelten sie sich im Sitzungssaal des frisch sanierten Rathauses, der sich im ersten Stock befindet.

 

Bevor die Bauarbeiten begannen, berieten die Abgeordneten im alten Sitzungssaal, der sich in einem Seitengebäude befand, das abgerissen wurde. Während der Sanierung fanden die Versammlungen zumeist im Gebäude der Wohnungsgenossenschaft statt.

 

Am neuen Tagungsort hatten die Stadtvertreter gleich eine schwierige Tagesordnung zu bewältigen, in deren Rahmen unter anderem der Haushalt für das laufende Jahr beschlossen werden sollte. In Zeiten immer knapper werdender Kassen führte das zu intensiven, fast leidenschaftlichen Diskussionen. Zunächst berichtete Marion Rogatzki im Auftrag des Finanzausschusses, wie der am 24. Februar noch nicht ausgeglichene Haushalt - er lag mit 251.000 Euro im Minus - ins Gleichgewicht gebracht wurde. Zum Beispiel wurden die Zuschüsse für Veranstaltungen, auch sportlichen Charakters, und die Bücherei gekürzt. Der Finanzausschuss regte an, durch den Verkauf stadteigener Grundstücke zum Beispiel am Zühlensee, an der Woblitz, an der Drosedower Straße und in der Siedlung die finanzielle Situation zu verbessern.

 

Steffen Rißmann lehnte das ab, weil dadurch das Tafelsilber der Stadt ein für allemal verscherbelt würde. Thomas Splett hingegen sprach sich dafür aus, wenn es den Haushalt in komplizierter Situation entlaste. Peggy Sarodnik forderte, den Bürgern in Zeiten immer knapper werdender Kassen klar zu machen: "Dies hier ist Eure Stadt, bitte tragt selbst dazu bei, die Stadt sauber und ordentlich zu halten." Anonyme Briefe, wie ein gerade zugesandter, in dem sich ein Bürger über Hundekot beschwert, seien überhaupt nicht dienlich.

 

Schließlich wurde der Haushalt 2011 mit zehn Ja- bei zwei Nein-Stimmen verabschiedet. Bürgermeister Helmut Hamp (BfW) betonte, dass es auch 2011 mit dem ausgeglichenen Haushalt weiter- und nicht immer nur bergab gehe, wie das einige Stadtvertreter zuvor dargestellt hätten. Es werde in Wesenberg weiter investiert.

 

 

Quelle: Nordkurier vom 12.03.2011

 




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