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Müritz- Saga meldet sich zurück
Waren. Das Spektakel ist zurück! Dieser Tage verkündete Nils Düwell, Geschäftsführer und Intendant, die Termine des Freiluft-Theaterstücks für die kommende Saison: Vom 1. Juli bis zum 3. September soll das Schauspiel für die ganze Familie auf dem Warener Mühlenberg über die Bühne gehen.
Neu in diesem Jahr: Nicht nur, wie gewohnt, von donnerstags bis sonntags, sondern im Sommer 2011 soll auch der Mittwochabend "bespielt" werden. "Natürlich ein gewisses Risiko", so Düwell auf Nordkurier-Nachfrage, "aber in der Vergangenheit hat sich der Donnerstag als unser bester Tag erwiesen, da ist der Mittwoch doch als zusätzlicher Spieltag auch zumindest einen Versuch wert." Vielleicht klappt es nicht, aber Düwell will sich hinterher nicht ärgern, dies nicht probiert zu haben, hieß es weiter.
Eigens für Waren wurde eine Reihe von Theaterstücken geschaffen - die Müritz-Saga. In der Aufführung "Die Maske fällt" ist im vergangenen Jahr gezeigt worden, wie auch auf Gut Warentin Tanz und Fröhlichkeit schon lange aus dem Alltag gewichen sind. Bald nach dem Dreißigjährigen Krieg zog die Pest an der Müritz eine Todesspur, verschonte nicht die Armen, nicht die Reichen. Doch dann fiebern alle einem großen Fest entgegen. Die Freifrau ist gerufen, ihren jüngsten Sohn Zacharias mit der Bürgerstochter Sophie Luthardt zu vermählen. Doch jede Freude geht an ihr vorüber bei all dem Leid, das sie in jüngster Zeit zu tragen hat: Abel, ihr ältester Sohn, aus Schloss und Gut gejagt, weil er ein wahrer Teufel ist, Haus und Hof mit Schulden hoch beladen, und schließlich noch der geliebte Enkel Hinrich von der Pest dahingerafft. Genau an diesem Tag schickte der Landesfürst den neuen Landvogt, um die Schulden der Warentins einzutreiben. Und dieser neue Landvogt war kein Geringerer als Abel, der Freifrau ältester Sohn. Wie die "Saga" weiter erzählt wird, ist bald im "Wolf von Warentin" "live" zu sehen.
Doch soll nicht nur die Müritz-Saga Einheimische wie Gäste gleichermaßen auf die Freilichtbühne in der Müritzstadt locken. Sonntags, montags und dienstags - an den theaterfreien Abenden - werden drei DEFA-Klassiker gezeigt: "Wie füttert man einen Esel", "Mir nach, Canaillen" - beide mit Manfred Krug - sowie "Karbid und Sauerampfer", in dem der unvergessene Erwin Geschonneck die Hauptrolle spielt. Die Müritzsaga besuchten im vergangenen Jahr mehr als 16.300 Zuschauer, zu den Kinovorführungen unter freiem Himmel erschienen rund 700 Besucher, sagt Intendant Düwell. Die zahlreichen Kleindarsteller werden Ende April "gecastet", so der Macher, der auch noch einen Appell an die Vermieter in der Umgebung richtet, weil die zahlreichen Schauspieler auch Quartiere für die Spielzeit in Waren suchen.
Quelle: Nordkurier vom 14.03.2011




