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Spannendes Ehrenamt zu vergeben


Mecklenburg-Strelitz. Das Amtsgericht Neustrelitz sucht Schöffen. Das teilte Gerichts-Direktor Heiko Wettenfeld gestern mit.

Wer Lust hat, ab dem kommenden Jahr als ehrenamtlicher Richter gleichberechtigt mit dem Berufsrichter Urteile zu fällen, solle sich schnellstmöglich melden. „Das ist für jeden, der Interesse an der Strafrechtspflege hat, ein spannendes Ehrenamt“, sagt Wettenfeld.
Gesucht würden Männer und Frauen aus dem gesamten Einzugsbereich des Neustrelitzer Amtsgerichtes – also aus dem ganzen Landkreis Mecklenburg-Strelitz, der Amtsbereich Friedland ausgenommen. Es komme jeder in Frage, der zwischen 25 und 69 Jahren alt ist. Insgesamt würden für die kommende Amtsperiode 30 Schöffen, 20 Jugendschöffen und 20 Hilfsschöffen benötigt. Die Hilfsschöffen kämen zum Einsatz, wenn ein Hauptschöffe ausfällt. Jugendschöffen seien erwachsene Laienrichter, die gefragt sind, wenn ein Jugendlicher auf der Anklagebank sitzt.
Auch die Gemeinden wurden gebeten ihre Listen mit Schöffenvorschlägen einzureichen. Allein die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft habe sechs Personen zu benennen, wie Bürgermeister Lutz Teichfischer (SPD) erklärte. Gesucht würden insbesondere männliche Bewerber.
Wer schlussendlich zum Schöffen gewählt werde, entscheide der Schöffenwahlausschuss. Dieser bestehe aus Amtsgerichts-Leiter Heiko Wettenfeld, einem von der Landesregierung bestimmten Verwaltungsbeamten – erfahrungsgemäß der Landrätin – und sieben vom Kreistag gewählten Vertrauenspersonen.
Wer gewählt werde, bleibe fünf Jahre lang im Amt. Durchschnittlich komme jeder Schöffe bei vier bis fünf Verhandlungen jährlich zum Einsatz. Etwaige Unkosten brauche niemand zu fürchten. Fahrtkosten würden erstattet. Zudem bekomme jeder eine Entschädigung von mindestens fünf Euro und höchstens
20 Euro pro Stunde. Arbeitgeber seien verpflichtet, einen Schöffen für die Gerichtsverhandlungen frei zu stellen.

 

Quelle: Nordkurier vom 21.01.2008 




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