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Umgang mit dem Erbe ist großes Thema


Mirow. Im kommenden Jahr gibt es für die Bombodromgegner ein wichtiges Datum: Am 30. Januar 2002 wurde in Mirow die Aktionsgemeinschaft Freier Himmel gegründet.

 

Und das im zehnten Jahr des Protestes gegen den geplanten Luft-/Boden-Schießplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide, der von Brandenburg ausging. "Auch dieses Datum macht uns darauf aufmerksam, dass der Umgang mit unserem Erbe ein großes Thema ist", unterstreicht Barbara Lange, 1. Sprecherin des Freien Himmel. Die Aktionsgemeinschaft will dieses Datum nutzen, um die Geschichte des Protestes darzustellen und zu vergegenwärtigen. Daran arbeiten die Mitglieder und Freunde des Freien Himmel, die nach wie vor aktiv sind, wenngleich die Bundeswehr von der militärischen Nutzung der Heide absah (der Nordkurier berichtete).

 

Gedacht wird zum Beispiel an eine Ausstellung im Turm der Mirower Johanniterkirche, das hatte der Kirchturmverein angeboten, berichtet Barbara Lange, die betont, dass der Himmel ernsthaft daran interessiert ist, dass so eine Ausstellung erarbeitet und gezeigt wird. Zudem soll eine Publikation zum Bombodromprotest vorgelegt werden.

 

Das vor kurzem veröffentlichte Gutachten, nach dem die Beräumung des 12.000 Hektar großen Bombodrom-Geländes jetzt 595 Millionen Euro kosten soll (vorher wurden 220 Millionen angenommen), sieht Barbara Lange mit Sorge: "Im Zusammenhang mit dem Gutachten hat jemand Interesse daran, Stimmung zu machen nach dem Motto: Die Bombodromgegner haben sich sinnlos abgestrampelt, niemals kann dieses Gebiet umfassend zivil nutzbar werden, weil die Beräumung niemand bezahlen kann." Sie betont aber klar und deutlich, dass der Freie Himmel in erster Linie gegen die militärische Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide demonstrierte.

Neben der Bewahrung des Erbes geht es dem Freien Himmel auch darum, zum Thema Bombodrom weiter mit den Landkreisen zusammenzuarbeiten. "Während das die Warener Landrätin sofort zur Chefsache machte, wird sich in Neustrelitz noch in gewisser Vorsichtigkeit geübt", urteilt Barbara Lange.

 

 

Quelle: Nordkurier vom 07.04.2011

 

 




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