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Bequeme Domizile für Freizeitskipper


Wesenberg. Ingo Tiedt erwartet viel von der kommenden Saison. War seine Marina in Wesenberg bereits im Eröffnungsjahr 2007 zu 60 bis 70 Prozent ausgelastet, hofft er jetzt auf noch stärkeren Zulauf.

Die Zeichen stehen nach seinen Einschätzungen zumindest auf günstig, denn wie er beobachtet hat, zieht es immer mehr Wasserwanderer in die Region. Auch in diesem Sommer werden hunderte Paddler, Kajakfahrer und Yachtskipper die Havel hinauf nach Wesenberg schippern. In diesem Jahr kommen die Urlauber sogar ungehindert durch. Denn Bauarbeiten wie jene, die im vergangenen Jahr bis Ende April den Bootsverkehr behinderten (Der Nordkurier berichtete), werden sich in dieser Saison nicht wiederholen.
Ingo Tiedt und seine sechs festangestellten Helfer bereiten sich jedenfalls auf großen Andrang vor. Zusätzlich zu den 34 bereits vorhandenen Stellplätzen für Caravanbesitzer und Zelter werden gegenwärtig drei Pfahlhäuser errichtet, die Wasserwanderern ein festes Dach über dem Kopf bieten. Erstmals finden erschöpfte Freizeitkapitäne dann Unterschlupf in einer festen Behausung. Die Nächte auf den Feldbetten, die in den Häusern platziert werden sollen, sind dann allemal bequemer als auf Luftmatratzen im Zelt. 24 Euro pro Nacht soll eines der Holzhäuser kosten. Bis zu drei Erwachsene können in einer der 5,50 mal drei Meter großen Unterkünfte übernachten. „Wenn sich die Leute die Häuser zu dritt teilen, kostet das jeden nur 9,50 Euro“, rechnet der Marina-Besitzer vor. Ein Luxus, den nur wenige Wasserwanderrastplätze zu bieten haben. Bei Regen können die Touristen so komfortabel im Trockenen sitzen und von den Balkonen der Bungalows aus den Blick genießen.
Unter anderem passen mehr als 50 Motorboote in den Hafen. Die Schleuse liegt nur
100 Meter stromabwärts. Duschen und Toiletten sind auf dem 23 000 Quadratmeter großen Gelände von jedem Liege- oder Stellplatz aus bequem zu Fuß zu erreichen. Im April wird auch das Bistro wieder eröffnet. Sogar eine Tankstelle für Diesel und Benzin gibt es seit neuestem direkt am Wasser. Die nächste Zapfsäule dieser Art ist laut Ingo Tiedt erst etwa 30 Kilometer weiter südlich, in Brandenburg, zu finden. Trotzdem der Treibstoff an der Wassertankstelle etwa zehn bis 15 Cent pro Liter teurer sein wird als auf dem Festland, rechnet der gelernte Schlosser mit etlichen Gästen, die ihre Tanks auffüllen. „In einige Boote passen bis zu 400 Liter. Es wäre ziemlich mühselig, das von Land hier her zu transportieren.“

Quelle: Nordkurier vom 27.02.2008




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