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Neue Ausstellung im Luftfahrttechnischen Museum Rechlin
Rechlin. "Wir wollen nicht nur zeigen, was früher gebaut wurde, sondern auch, wie etwas, das 50 Jahre in der Müritz lag, noch funktioniert."
Willy Standfuß vom Luftfahrttechnischen Museum Rechlin ist beeindruckt von der Konservierungskraft des Wassers. Vor ihm liegt die Radaufhängung einer Lancaster, eines Flugzeugwracks, das vor etwa zehn Jahren aus der Müritz geborgen wurde.
"Wir haben es nur sauber gemacht", berichtet der Rechliner. "Die Gummis sind noch in Ordnung, die Hydraulik ist noch dicht, die Lager drehen sich noch wie am ersten Tag", erzählt Willy Standfuß. Das, was in den historischen Gebäuden der Erprobungsstelle Rechlin an "Schätzen" zusammengetragen ist, hat mit der Geschichte Rechlins zu tun. "Wir stellen nur aus, was in Rechlin gewesen ist." So wurde jetzt die Regionalausstellung weiter ergänzt die der Besucher gleich zu Beginn seines Rundgangs durchquert. In vielen Bildtafeln wurde die Entwicklung Rechlins dargestellt. "Jetzt arbeiten wir die Zeit nach 1990 auf", erklärt Willy Standfuß. Die überarbeitete Ausstellung wird am 16. April eröffnet.
Parallel dazu werden verschiedene Ausstellungen vorbereitet, die im Laufe dieses Jahres eröffnet werden sollen. Eine davon wird mit den noch funktionierenden Flugzeugwrackteilen aus der Müritz zu tun haben.
Eine andere entsteht gegenwärtig im zweiten Kopfbau des Gebäudeensembles. Sie wird am 22. Mai eröffnet. Hier sollen Luftaufnahmen der Alliierten gezeigt werden. Auch wird die Entwicklung Rechlins in Form eines Zeitstrahls mit vielen Flugzeugtypen bis hin zur Rettungsboote-Produktion auf der ehemaligen Schiffswerft Rechlin dargestellt. Nun geht es daran, die Wände mit Exponaten zu bestücken: Ein Bereich ist für die Luftaufnahmen reserviert, daneben findet der Besucher Kartenmaterial zur Orientierung, auch Bilder vom Lärzer Flugplatz sowie Organisationsschemata zur Erprobungsstelle sind vorgesehen. Überdies steht ein Beamer bereit, um den Raum für Vorträge zu nutzen. Zudem werden heimische Betriebe gesucht, die sich darstellen können, um auch die Entwicklung in der Gegenwart zu demonstrieren.
Für den Verein gibt es weiter viel zu tun. Die großen Eisentore müssen aufgearbeitet werden. Die Ziegel der alten Gebäude gilt es zu säubern. Die freistehenden Exponate, wie ein aluminiumgenietetes Boot von der Schiffswerft Rechlin, müssen ebenfalls gesäubert werden. Derweil teilte Georg Schubert mit, dass das gesamte Gelände alarmgesichert ist. Dies war nötig, weil sich vor einigen Jahren bereits Langfinger für die Rechliner Geschichte "interessierten".
Quelle: Nordkurier vom 14.04.2011




